Machete Kills

Machete Kills - Poster 03Regie: ROBERT RODRIGUEZ
Drehbuch: KYLE WARD
Medium: Kino
Spielzeit: 107 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Start: 19. Dezember 2013

„Warum alterst du nicht, Machete? Warum stirbst du nicht? Ich sag es dir: du bist kein Mann, die bist Vergeltung; und Vergeltung stirbt nicht."


45 Jahre ist ROBERT RODRIGUEZ (From Dusk Till Dawn, Desperado, Sin City) nun schon alt und hat sich längst als einer wichtigsten Filmemacher unserer Zeit etabliert, und dennoch wird er immer noch als einer der „jungen Wilden" in Hollywood bezeichnet. Direkt dafür verantwortlich sind die teils bewusst abgedroschenen Geschichten, die RODRIGUEZ in seinen Filmen erzählt, sowie sein ganz eigener visueller Stil mit allerhand Action und Blutvergießen. Zwei Attribute, die vor allem in seinem Grindhouse-Gemetzel Machete voll zur Geltung kamen, zu dem nun endlich die Fortsetzung Machete Kills in unseren Kinos zu sehen sein wird. Mehr zur Entstehungsgeschichte des Films sowie zu Cast & Crew findet ihr in diesem Spoiler.

SPOILER:

Machete Kills 13Machete ist ein bewusst trashiges Stück Action- und Gewaltkino, was sich an den zahlreichen Trashern der 1960er und 1970er orientiert und heutzutage als Grindhouse bezeichnet wird. Dabei gab es von Machete anfangs nur einen gefakten Trailer und erst aufgrund zahlreicher Fanreaktionen akzeptierte RODRIGUEZ die Herausforderung und ließ in einem vollen Spielfilm so richtig die Sau raus! Wie zu erwarten erwieß sich Machete als Hit an den Kinokassen, doch wie es sich für einen Grindhouse-Film eben gehört, kündigte RODRIGUEZ im Abspann noch zwei weitere Fortsetzungen an. Nämlich Machete Kills und Machete Kills In Space. RODRIGUEZ bekräftigte zwar in einigen Interviews, er hätte die beiden Fortsetzungen nur als weiteren und auch letzten Gag im fertigen Film eingebaut, doch man kann auch nicht ausschließen, dass RODRIGUEZ als gewiefter Filmemacher nicht schon hier die Weichen für eine eigene Franchise legen wollte. Und tatsächlich kündigte ROBERT RODRIGUEZ nur wenigen Wochen nach dem Kinostart von Machete persönlich den zweiten Teil an.
Machete Kills 08Die Fans rund um den Globus jubelten natürlich überschwänglich, aber zu diesem Zeitpunkt konnte auch niemand wissen, wie viel Zeit das Sequel in Anspruch nehmen würde. Tatsächlich halste sich RODRIGUEZ so viele Projekte gleichzeitig auf, dass die Realisierung von Machete Kills auf der Kippe stand. RODRIGUEZ Prioritäten lagen nämlich zuallererst auf Sin City 2, den er ebenfalls fast eine Dekade vorher angekündigt hatte. Daneben arbeitet der Filmemacher derzeit noch an der Gründung eines eigenen Pay-TV-Kanals namens El Rey Network, Damit verbunden auch gleich an einer TV-Serie zu seinem Hit From Dusk Till Dawn sowie gleichzeitig zwei Spielfilmen zur Heavy Metal Franchise! Da war es eigentlich klar, dass andere Projekte darunter leiden mussten. ROBERT RODRIGUEZ versprach jedoch unbedingt Machte Kills drehen zu wollen; wenn es denn sein musste, auch mit einem zweiten Drehbuchautor und einem Co-Regisseur. Schließlich konnte Machete auch nur mit einem Co-Regisseur, nämlich ETHAN MANIQUIS, realisiert werden, wobei er das Skript mit ÁLVARO RODRUIGEZ verfasste.
Machete Kills 14Als der zeitliche Druck für RODRIGUEZ zu groß wurde, entschloss er sich letztendlich das Drehbuch für Machete Kills vollständig abzugeben. So lag es an Debütant KYLE WARD, den groben Handlungsentwurf von ROBERT RODRIGUEZ zu einem Skript auszubauen, damit wenigstens die Vorproduktion effektiv anrollen konnte. Die Vorproduktion konzentriere sich natürlich zunächst auf den Cast, denn wie schon für Machete wollte man einen außergewöhnlich großen Cast mit elendig vielen Top-Stars verpflichten, was auch bei Machete Kills hervorragend geklappt hat. DANNY TREJO (Dead In Tombstone, Predators, The Devil's Rejects) ist wieder in der machetenschwingenden Titelrolle zu sehen. An seiner Seite aber auch dabei sein werden CHARLIE SHEEN (Wall Street, Platoon, Hot Shots) als US-Präsident, der für Machete Kills wieder seinen richtigen Namen CARLOS ESTÉVEZ angenommen hat, WILLIAM SADLER (Ein riskanter Plan, Der Nebel, Iron Man 3) als Sheriff Doakes, JESSICA ALBA (Sin City, Fantastic Four, The Eye) als Sartana Rivera sowie MICHELLE RODRUIGEZ (Resident Evil, The Fast And The Furious, Avatar) als Luz. MEL GIBSON (Get The Gringo, Braveheart, The Expendables 3) ist der exzentrische Waffenhändler Luthor Voz, DEMIÀN BICHIR (Perdita Dorango, Weeds, Hidalgo) spielt Drogenbaron Mendez, AMBER HEARD (Drive Angry, Zombieland, Paranoia) ist Miss San Antonio, SOFIA VERGARA (Vier Brüder, Modern Family) spielt Madame Desmonda und VANESSA HUDGENS (Sucker Punch) ist Cereza. Eine besondere Rolle fielen CUBA GOODING Junior (Men Of Honor, Besser geht's nicht, Last Bullet), Pop-Braut LADY GAGA sowie WALTON GOGGINS (Predators, The Shield, Justified) und ANTONIO BANDERAS (Desperado, Die Maske des Zorro, The Expendables 3) zu, die jeweils als Auftragskiller El Camaleón zu sehen sein werden.
Nachdem die Vorproduktion erst einmal stand und ROBERT RODRIGUEZ seinen Terminplan etwas genauer untersuchte, kam er zu dem Ergebnis, dass es für ihn doch möglich war, Machete Kills alleine zu drehen. Nur hatte er hierfür wirklich nicht viel Zeit. Tatsächlich wurde der gesamte Film innerhalb von nur 29 Tagen gedreht, was im Vergleich mit dem Hollywood-Standard drei Mal so schnell wie üblich ist. MEL GIBSON hatte seinen gesamten Part in nicht einmal einer Woche abgedreht. Wie es also scheint, hat sich ROBERT RODRIGUEZ beim Dreh von Machete Kills ganz schön abgehetzt, um den Film noch im Jahr 2013 veröffentlichen zu können. Aber ob das auch so eine gute Idee war?


Seit dem 19. Dezember 2013 ist Machete Kills in den deutschen Kinos zu sehen, in den USA startete der trashige Actionfilm bereits Am 11. Oktober 2013, blieb finanziell jedoch weit hinter den Erwartungen zurück. Wo die Ursachen hierfür liegen könnten, das wollen wir in den folgenden Zeilen herausfinden.

Machete Kills 09Es hätte so schön sein können, für Machete und seine Geliebte Sartana, doch es sollte Alles anders kommen. Machete hatte sich zu seiner Zeit als Federal Agent Mexikos viele Feinde gemacht und der Tod von Torrez zog ein Machtvakuum im Drogengeschäft Mexikos nach sich. Es kommt zu gnadenlosen und blutigen Bandenkriegen zwischen verschiedenen Drogenhändlern, die Sartana und Machete auf ihre eigene Art bekämpfen. Sie lauern den Gangs einfach auf und nehmen sie illegal fest. Mit der Zeit werden Machete und Sartana zu einem Mythos. Dann kommt es zu dem verhängnisvollen Tag, als ein Waffendeal plötzlich von einer dritten Gang überfallen wird. Es kommt zu einem heftigen Gemetzel, dem Sartana zum Opfer fällt. Machete wird später von den Bundesbehörden geschnappt. Doch noch während Machete trauert, tritt der US-Präsident an ihn heran und bittet ihn um seine Hilfe. Der verrückte Gangsterboss Mendez The Madman hat sich eine Nuklearrakete geschnappt und droht die Vereinigten Staaten von Amerika auszulöschen, was vermutlich in einem dritten Weltkrieg enden könnte. Machete hat keine Wahl und begibt sich auf die Jagd nach Mendez, der aufgrund seiner Schizophrenie einen gewaltigen Dachschaden hat. Doch er gibt Machte auch Hinweise auf einen weitaus teuflischeren Plan, der ihn geradewegs zu dem steinreichen und exzentrischen Waffenhändler Luthor Voz führt. Doch Luthor und Mendez haben die Rechnung ohne Machete gemacht, der sich durch ganz Mexiko schießt und schlachtet, um die beiden Wahnsinnigen aufzuhalten.
Machete Kills - Banner 01Machete Kills macht in seinen Ambitionen eigentlich Alles richtig, die Atmosphäre und das Universum von Machete zu erweitern. Doch leider hapert es hier in einigen Kleinigkeiten, die sich mit einer etwas sorgfältigeren Produktion durchaus hätten vermeiden lassen.
Machete Kills 11Dass heißt, die Atmosphäre von Machete Kills setzt sich aus genau vier Eigenschaften zusammen. Action, Witz, Gewalt und jede Menge weiblichen Sexappeal mit einer bewusst trashigen Note. Der Humor von Machete Kills gründet sich weniger auf Slapstick, als auf seine gnadenlos ironische Betrachtung des Grindhouse-Kinos, wobei hier rücksichtlos auf der ganzen Linie übertrieben wird. Die Bösewichte sind gnadenlos fies, aber gleichzeitig auch ungeheuer charmant. Sämtliche Weiber sind heiß wie ein Sommer in Tijuana. Die Regierung der Staaten ist zwielichtiger als in den X-Akten, die mexikanische dagegen natürlich korrupt bis zum kleinsten Grenzposten und dämlich sind natürlich alle beide – bis auf einen übercoolen US-Präsidenten, gespielt von CHARLIE SHEEN. Allerdings wurde hier nicht vergessen den Running Gag des ersten Teils – "Machete textet nicht" – auszubauen und zu erweitern. Zahlreich und ebenfalls recht witzig sind die versteckten und offenen Insider-Gags zu früheren RODRIGUEZ-Filmen wie From Dusk Till Dawn und Desperado sowie die anderen Klassiker Mad Max und James Bond, ganz speziell sogar Moonraker. Das sind Filme, die kennen die meisten Zuschauer von Machete Kills und deswegen kommen manche Gags auch umso besser rüber. Soweit bietet Machete Kills lockere und flotte Unterhaltung, die dem ersten Teil ohne Probleme das Wasser reichen kann.
Machete Kills 01Aber wo Machete Kills leider deutlich versagt, ist in seiner Gewalt und seinen Actionszenen. Die Gewaltszenen bestehen nicht mehr wie noch in Machete aus Blutpaketen und physischen Effekten, sondern kommen hier weitgehend aus Computer. Leider auch sehr sichtbar und teilweise sogar auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. Das kann man an dieser Stelle selbstverständlich so auslegen, als wollte RODRIGUEZ mit der Pixelhilfe noch ein Stückchen mehr Trash aus seinem Filmchen herausholen. Oder aber es liegt an der übereilten Produktion, wovon hier auszugehen ist. Denn erstens gab es in den 1970ern noch echte Blutpakete und zweitens kam Machete vor einigen Jahren auch ganz gut ohne PC-Blödsinn aus. Übersehen kann man das bei Machete Kills leider nicht, denn da dieser Film sehr viel von dieser Computergewalt enthält, wirkt es sich unmittelbar negativ auf die Atmosphäre aus, die darum nicht unerheblich an Nostalgie verliert. Mal abgesehen davon, dass es lange nicht mehr so überrieben derbe Gewalteffekte in Machete Kills zu sehen gibt. Mit diesen Problemen hat auch die Action zu kämpfen, die nun ebenfalls sehr deutlich computergestützt ist. Klar, ein paar derbe Shootouts und gelungene Zweikämpfe sind deswegen trotzdem noch drin, doch größere Explosionen und sogar teilweise die Verfolgungsjagden wurden sehr sichtbar mit dem Computer hergestellt. Ergo ohne jegliche Spannung oder Adrenalin, was man eindeutig als Defizit werten muss.

Machete Kills 05Inhaltlich fällt Machete Kills jedoch weit umfangreicher als der Vorgänger aus. Aus dem einfachen ehemaligen Gesetzeshüter Machete wird in der Fortsetzung nämlich nun eine Art Geheimagent, der sich plötzlich in einem gewaltigen Spiel aus Macht, Lügen und Wahnsinn wiederfindet. Da soll es einen irren Drogenbaron geben, der die USA mit einer Atomrakete bedroht. Aber wie Machete rasch herausfinden soll, ist das nur die halbe Wahrheit, die noch dazu viele Fallen und etliche Charaktere mit allerhand Verwicklungen für ihn parat hält. Der Drogenbaron zum Beispiel ist schizophren, ist mal brav und dann mal wieder größenwahnsinnig. Der Waffenhändler Luther Voz hat überall seine Finger mit drin, Machete wird von den Behörden gejagt, Machete wird von einem Profikiller gejagt, Machete wird von einer rachsüchtigen Puffmutter gejagt, während Machete im Geheimdienst des US-Präsidenten arbeitet. Das bedeutet auch etliche Verbindungen, Verwicklungen und Querverweise. Das Problem ist nur, dass dieser umfangreiche Inhalt ein gutes Stück zu groß für Machete Kills ist, weil die Handlungsszenen wegen den zahlreichen Actionszenen kaum noch greifen können. Was wiederum zur Folge hat, dass die Charaktere größtenteils auf der Strecke bleiben und mehr Fragen aufgeworfen werden, als dem Film gut täte. Machete Kills wirkt darum unnötig hektisch und gibt ein nicht allzu ausbalanciertes Gefüge Preis. Mit anderen Worten, RODRIGUEZ standen seine eigenen Ambitionen im Weg, aus dem Trasher mehr zu machen, als er eigentlich ist.
Mit etwas Glück haben wir allerdings in der Fortsetzung Machete Kills Again . . . In Space! die Chance, dass die Filmreihe wieder etwas simpler und darum konzentrierter ausfallen wird. Machete Kills Again . . . In Space! wurde ebenfalls schon am Ende von Machete mit einem Fake-Trailer angekündigt. Das Ende von Machete Kills wirft nun nochmal einen ausführlicheren Blick auf dieses zweite Sequel, was sich bereits in der Entwicklung befindet; ungeachtet vom bescheidenen Erfolg von Machete Kills an den Kinokassen.

Machete Kills 15Obwohl weite Teile von Machete Kills in Mexiko spielen, wurde der Grindhouse-Film vollständig in den USA realisiert. Genauer gesagt in Texas in der Stadt Austin, wo sich die Troublemaker-Studios befinden. Übrigens ebenfalls im Besitzt von ROBERT RODRIGUEZ, was die Produktionskosten insgesamt vergleichsweise niedrig hielt. In seinem Stil bleibt Machete Kills überwiegend klassisch und setzt teils auf verwackelte und auch statische Bilder. Die Actionszenen sind zwar mit einem gewissen Niveau umgesetzt, aber leider nicht mehr so augenzwinkernd und vor allem handgemacht, wie noch in Machete. Denn – wie bereits erwähnt – hier wurde sehr sehr viel mit dem Computer nachgeholfen und das auch noch ziemlich schlecht. Ob das nun Absicht war, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. An dem übereilten und vor allem schlampigen Eindruck ändert es aber Nichts. Gerade das Pixelblut wirkt in vereinzelten Szenen geradezu peinlich, was – ebenfalls schon erwähnt – sehr viel an Atmosphäre kostet. Größere Splatterszenen wie etwa das reihenweise Köpfen oder das Gedärmseil gibt es hier ohnehin nicht mehr zu sehen. Mit seinen Kulissen war ROBERT RODRIGUEZ jedoch wesentlich gründlicher. Sowohl die mexikanischen Straßenzüge also auch der Unterschlupf von Luthor Voz sind gleichermaßen liebevoll als auch detailverliebt ausgestattet.

Machete Kills 04Jedes Mal, wenn man sich in einem Film mit so einem Staraufgebot konfrontiert sieht, muss man sich darüber im Klaren sein, dass viele Darsteller nicht in dem Umfang zu sehen sein werden, wie man es vielleicht vermuten würde. Ganz direkt betrifft das JESSICA ALBA, die allerhöchstens nur mal kurz durchs Bild hüpft, bevor sie mit sichtlichem Pixelblut ins Jenseits befördert wird. Fast genauso wie VANESSA HUDGENS, die ihre zwei bis drei Dialogzeilen aufsagt und dann ebenfalls brutal erledigt wird. Kaum besser verhält es sich mit WALTON GOGGINS, CUBA GOODING Junior, LADY GAGA und ANTONIO BANDERAS, die gemeinsam als Auftragskiller El Camaleón zu sehen sind. Sie sind zwar ebenfalls nur wirklich kurz zu sehen, aber hier ergibt sich immerhin der Vorteil, dass hier ein einziger Charakter dargestellt wird. An dieser Stelle steigern wir uns langsam und werfen einen Blick auf SOFIA VERGARA. Ist ja auch immerhin eine attraktive Frau, der von Seiten des Drehbuches auch nicht viel mehr abverlangt wird. Sie sagt ein paar unbedeutende Sätze und jagt dann Machete hinterher, wobei sie die ganze Zeit hysterisch kichert und kreischt. Okay, wirklich sexy ist was anderes. AMBER HEARD zum Beispiel, die als Femme Fatal, Doppelagentin, Schönheitskönigin und Waffensammlerin Miss San Antonio schon etwas mehr Substanz zeigen darf und sichtlich auch Spaß an ihrer Rolle hat. Auch wenn sie nicht so viel Haut zeigt. Sichtlichen Spaß haben auch WILLIAM SADLER als korrupter Gesetzeshüter, CARLOS ESTÉVEZ alias CHARLIE SHEEN als vor Coolness und Fuck-Yeah-America nur so triefendem US-Präsidenten sowie MICHELLE RODRUIGEZ, die endlich auch einmal ein paar ausführliche Dialogzeilen besitzen und ihren Charakteren darum viel mehr Leben einhauchen können.
Machete Kills 03Die drei herausragenden Darsteller von Machete Kills sind allerdings (mit Abstand) DANNY TREJO, DEMIÀN BICHIR und MEL GIBSON. DANNY TREJO natürlich eindeutig, weil sein Gesicht alleine schon absoluter Kult ist und mit Machete endlich die lang überfällige Hauptrolle bekommen hat. Da macht es auch nicht, dass er kaum die Miene verzieht oder groß gestikuliert. TREJO rennt und kämpft einfach die meiste Zeit und mehr braucht der Mann bei seinem Charisma auch nicht. Dagegen spielt DEMIÀN BICHIR wie von der Leine gelassen und zeigt als Schize die volle Bandbreite an Overacting. Einerseits total deprimierend und gefügig, andererseits rebellisch, teuflisch und doch dermaßen witzig. Auf jeden Fall eine echte Show. Am einprägsamsten ist in Machete Kills jedoch MEL GIBSON, der sich nach fast 10 Jahren Schauspielpause wieder vermehrt vor der Kamera finden lässt. Ja und sogar gleich mit einer Premiere, denn Machete Kills ist tatsächlich der erste Film GIBSONs, in der welchem er einmal den Bösewicht gibt – und das so herrlich charmant, pointiert und etwas kindisch, dass man sich gleich nach Ende des Films auf Machete Kills Again . . . In Space! freuen kann. Obwohl dort eigentlich LEONARDO DICAPRIO angekündigt wird. Glücklich kann man aber mit beiden Darstellern sein.

Fazit: Man hätte meinen können, wenn das gleiche Team von Machete zuschlägt, dann kommt auch ein ebenso unterhaltsamer Film heraus. Sofern man nicht allzu hohe Erwartungen in den Grindhouse-Film steckt kann das durchaus funktionieren, denn schließlich bietet auch Machete Kills wieder jede Menge Action, Humor und heiße Weiber sowie zahllose Seitenhiebe und Insidergags. Jedoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass man viel schlechtes Pixelblut zu sehen bekommt, die Action recht kraftlos wirkt und etliche der hochkarätigen Stars nur sehr kurz im Bild sind.
Deswegen ist Machete Kills zwar immer noch ein unterhaltsamer Grindhouse-Film, allerdings auch deutlich schwächer als der Vorgänger. Wir kippen 6,5 von 10 Tequilas.



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