MtP Artcorner


SOD1Kalender
Die Kalender und Artbooks von MtP Art (Mario Heyer),
die in Zusammenarbeit mit dem CALVENDO Verlag
entstanden,
sind im Handel erschienen. Nähere infos bekommt ihr
hier -->

Follow us on Facebook

Aktuelle Gewinnspiele/Verlosungen

GRAVE DIGGER mit Gewinnspiel

Grave Digger - Band 01Besucht ein Konzert der deutschen Heavy Metallegende und gewinnt eine signierte E-Gitarre.

 

GodsArmyADst468

 

SinisterTPAS468

 

VeniDomineLight468

 

Illdisposed468

 

Lehmann468

 

Unherz468de

 

 

Abraham Lincoln: Vampirjäger


Abraham Lincoln Vampire Hunter - Poster 03Regie: TIMUR BEKMAMBETOV
Drehbuch: SETH GRAHAM-SMITH
Medium: Kino
Spielzeit: 105 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Start: 03. Oktober 2012

„Die Geschichte gedenkt nur der Schlachten, nicht des Blutvergießens. Wie auch immer sich die Nachwelt an mich erinnern wird bevor ich Präsident wurde, sie wird sich nur an einen Teil der Wahrheit erinnern."


Abraham Lincoln Vampire Hunter 23Abraham Lincoln: Vampirjäger beruht auf dem gleichnamigen Briefroman von SETH GRAHAM-SMITH aus dem Jahr 2010, wo er den weltberühmten US-Präsidenten gegen Vampire kämpfen lässt. Okay, das klingt trashig, das ist träshig, aber dennoch war der Briefroman so gut und unterhaltsam geschrieben und ebenso spannend umgesetzt, dass das Werk die amerikanischen Belletristik-Charts stürmen konnte. Dies zog unweigerlich die Aufmerksamkeit von Hollywood auf sich, wo schon recht schnell Pläne zu einer Verfilmung handfeste Formen annahmen. Denn SETH GRAHAM-SMITH produziert, schreibt und inszeniert zusammen mit seinem Partner DAVID KATZENBERG die MTViva-Jugendserie The Hard Times Of RJ Burger. Aus diesem Grund war es für ihn auch ein Leichtes, sich auch seine Mitarbeit an dem Film Abraham Lincoln: Vampirjäger zu sichern, wo er seinen eigenen Roman als Drehbuch adaptierte. Den Verantwortlichen war klar, dass sich der Stoff nur mit einer großen Umsetzung realisieren ließ und verpflichteten – obwohl es sich eigentlich um einen rein amerikanischen Stoff handelt – den Russen TIMUR BEKMAMBETOV, der sich durch seine Filme Wächter des Tages, Wächter der Nacht und Wanted schon als visuell anspruchsvoller Regisseur bewiesen hatte und Abraham Lincoln: Vampirjäger außerdem gleich neben Kultregisseur TIM BURTON (Beetlejuice, Sweeny Todd, Sleepy Hollow, Batman) mitproduzieren konnte. Wie man sieht, standen hier von Beginn viel eher die künstlerischen Interessen im Vordergrund; und dafür spricht auch das R-Rating, mit dem eine gute Dosis Gewalt und Blutvergießen garantiert sind, von Großproduktionen allerdings genau deswegen oft gemieden werden. Die Hauptrolle als Abraham Lincoln spielt der junge BENJAMIN WALKER, der bislang noch nicht großartig in Erscheinung getreten ist. In weiteren Rollen sind dafür DOMINIC COOPER (Captain America, Die Herzogin), MARY ELIZABTEH WINSTEAD (The Thing, Stirb Langsam 4.0), ALAN TUDYK (Transformers 3, Tucker And Dale Vs. Evil) und der Brite RUFUS SEWELL (Zen, Ritter aus Leidenschaft, The Eleventh Hour) zu sehen. Am 3. Oktober 2012 soll Abraham Lincoln: Vampirjäger in unseren Kinos anlaufen.

Abraham Lincoln Vampire Hunter 17Indiana, USA, im Jahr 1818. Der 9-jährige Abraham Lincoln muss mit ansehen, wie Plantagenbesitzer Jack Barts seinen schwarzen Freund William Johnson in den Süden verkaufen will. Abraham greift ein und wird selbst mit der Peitsche verprügelt, bis ihm sein Vater Thomas zu Hilfe eilt, der bei Barts seine Schulden abzahlen will. Doch Thomas ist von dem Verhalten von Barts so angewidert, dass er die Arbeit hinwirft. Die Lincolns können jedoch nicht ahnen, dass Jack Barts ein Vampir ist und nun als Vergeltung Abrahams Mutter Nancy ermordet. Er wird dabei jedoch von Abraham beobachtet und noch am Grab seiner Mutter schwört der Junge, Barts eigenhändig umzulegen, aber ein Versprechen seinem Vater gegenüber hindert ihn daran. Weitere neun Jahre später stirbt auch Thomas und für Abraham ist damit endlich der Weg frei Jack Barts zu ermorden. Doch gegen einen erfahrenen und mächtigen Vampir wie ihn hat er natürlich keine Chance und kann nur in letzter Sekunde von dem Vampirjäger Henry Sturges gerettet werden. Mit dem unumstößlichen Gedanken an Rache besessen, bittet er Henry ihn ebenfalls zu einem Vampirkiller auszubilden. Henry willigt ein und unter seinem Schutz und dem Training wird aus Lincoln ein exzellenter Kämpfer, der von Springfield aus seinen Feldzug gegen das Böse antritt. Mit der Zeit erkennt er allerdings, dass es zu viele Vampire gibt und sie über die Sklaven viel zu leicht an Beute kommen. Die Kreaturen also einzeln abzuschlachten kann keine Lösung sein. Abraham muss die Sklaverei beenden, nur dann hätten sie eine Chance. Doch die Vampire haben den gefürchteten Vampirkiller schon längst im Visier.
Abraham Lincoln Vampire Hunter - Banner 03Zugegeben, einen Abraham Lincoln der des Nachts Vampire jagt und persönlich allerhand actionlastige Abenteuer erlebt, das kann man nicht sonderlich ernst nehmen und sollte man auch nicht. Was aber nicht heiß, dass Abraham Lincoln: Vampirjäger nicht dennoch ein äußerst amüsantes und wirklich unterhaltsames Kinoerlebnis auf sehr hohem visuellen Niveau ist.
Abraham Lincoln Vampire Hunter 24Sehr erfreulich ist Abraham Lincoln: Vampirjäger alles Andere als die befürchtete politische Patriotismusbombe, sondern vielmehr ein actionreicher Rachefilm, der sich auf den Charakter seiner Hauptfigur konzentriert. Was BEKMAMBETOV und GRAHAM-SMITH nämlich sehr gut gelingt, ist es, den nicht ganz astreinen Charakter von Abraham Lincoln festzuhalten. Auf diese Weise erlebt der Zuschauer einen Mann, der rücksichtlos seinen Mentor belügt, gegen alle Warnungen und alle Vernunft seine eigene Familie in Gefahr bringt und zehntausende Menschenleben aus privaten Interessen heraus in den Tod schickt. Abraham Lincoln: Vampirjäger zeigt also ein wesentlich differenziertes Charakterbild des US-Präsidenten und verweigert in diesem Sinne auch sehr löblich jede Form von dämlichem Hurra-Patriotismus, verheimlicht aber im Gegenzug nicht die Opfer des Bürgerkrieges und betrachtet diesen Teil der US-Geschichte durchaus kritisch. Man kann sich deswegen nie sicher sein, ob es dieser Abraham Lincoln wirklich gut mit allen Menschen meint, indem er die Sklaverei abschaffen will, oder nur persönliche Rache sucht. Und die sucht er in diesem Film auch in atemberaubenden Kampf- und Actionszenen, die auf einem sehr hohen Niveau umgesetzt sind. Die Kämpfe mit Messern und Äxten sind mit einer hervorragenden Choreographie sehr rasant in Szene gesetzt, bei denen es auch schärfer zur Sache geht, als in vergleichbaren PG-13-Blockbustern. Hier sieht man aufgerissene Kehlen und deutliche Kopfschüsse; Gliedmaßen werden abgeschlagen, Leichen lässt man ausbluten und in den Schlachtszenen werden ganze Reihen von Soldaten rücksichtslos weggesprengt und niedergemäht. Die Gewaltszenen hierzu reizen das R-Rating jedoch wirklich kaum in einer Sekunde aus. In Deutschland ist Abraham Lincoln: Vampirjäger ab 16 Jahren freigegeben und das passt hier schon recht gut.
Abraham Lincoln Vampire Hunter 15Richtig beeindruckend sind die harten und dennoch sehr fetzigen Actionszenen, von denen es in Abraham Lincoln: Vampirjäger auch nicht zu wenig zu sehen gibt. Wenn Sturges Barts quer durch eine Lagerhalle gen Himmel schleudert fliegen die Fetzen. Grandios anzuschauen ist zum Beispiel auch die brutale Verfolgungsjagd auf und zwischen einer Herde von galoppierenden Pferden, bei dem die Kontrahenten sogar die Tiere gegeneinander schleudern. Oder erst recht das umwerfende Finale bei dem ein ganzer Zug inklusive Brücke feurig vernichtet wird. Dabei verzichtet Abraham Lincoln: Vampirjäger auch nicht auf äußerst epische Bilder, die das damalige Schlachtgeschehen von Gettysburg in authentischen und auch sehr aufwendigen Bildern korrekt wiedergeben, auch wenn gegen Ende Vampire an der Schlacht teilnehmen werden. Den Begriff Horror sollte man allerdings vollkommen streichen. Denn obwohl es sich um einschlägige Fabelwesen handelt hat das Vampirbild, was in Abraham Lincoln: Vampirjäger vermittelt wird nur noch wenig mit dem klassischen Mythos des unheimlichen Blutsauers gemein. So sind sie wie die schwülstigen Twilight-Figuren in der Lage Sonnenlicht problemlos zu verkraften, besitzen übermenschliche Kräfte wie die Fähigkeit sich unsichtbar machen zu können, sind aber wegen irgendeiner unerklärlichen Macht nicht fähig sich gegenseitig umzubringen. Aus diesem Grund muss auch der junge Abraham Lincoln als Mensch das gegenseitige Abschlachten für sie übernehmen und er ist es auch, auf den sich dieser historische Actionfilm mit Fantasy-Elementen fokussiert.

Abraham Lincoln Vampire Hunter 10Die Handlung von Abraham Lincoln: Vampirjäger folgt nämlich dem Schema eines klassischen Actionfilms und rückt seinen kämpfenden Abraham Lincoln unmissverständlich in den Mittelpunkt. Charakterstarke Szenen halten sich jedoch mit Kampf- und Actionszenen die Waage, weswegen hier exakt der Punkt zwischen einem historischen Lehrstück und trivialem Trash getroffen wird. Das funktioniert auch deswegen so gut, weil der Abraham Lincoln im Film selbst penibel Tagebuch führt und sehr viel von seinen Gedanken aus dem Off preisgibt - ganz genauso, wie im Roman. Abraham Lincoln: Vampirjäger gelingt dadurch das Kunststück sehr viele historischen Tatsachen aufzugreifen und diese auch so darstellen, wie sie sich halbwegs zugetragen haben. Aber der Zuschauer erlebt diese historischen Ereignisse eben aus der subjektiven Sicht seines zwielichtigen Protagonisten Abraham Lincoln und zieht so die ganze Motivation dieser Ereignisse in Frage. Diese kritische Haltung trägt auch viel zu dem Unterhaltungspotential des Films bei, obwohl die historischen Tatsachen an sich hinlänglich bekannt sind. Abraham Lincoln: Vampirjäger folgt dabei weitgehend der Periode des jungen Abe Lincoln und seiner Zeit in Springfield, wo er als Angestellter in einem Laden arbeitete, die Rechtswissenschaft studierte und seine spätere Ehefrau Mary Todd kennenlernte. In den letzten 25 Minuten springen SETH GRAHAM-SMITH und TIMUR BEKMAMBETOV jedoch vorwärts zu dem gereiften Präsidenten, der sich bereits mitten im Bürgerkrieg befindet.
Abraham Lincoln Vampire Hunter 22Dieser Sprung ist das Ergebnis von zum Teil nicht unerheblichen Unterschieden zwischen dem Film und der Vorlage. Im Roman können sich die Vampire sehr wohl gegenseitig umbringen. Im Buch ist es sein Vater Thomas, der Abraham über Vampire aufklärt, hier erst Henry Sturges. In der Vorlage kommt Lincoln erst als Erwachsener zu dem Schluss, die Sklaverei abzuschaffen; im Film wird es von Beginn an deutlich. Die Episode mit Horrorschriftsteller EDGAR ALLEN POE fehlt völlig und auch das eigentliche Ende des Romans ist nicht in der Kinofassung zu sehen. Das schließt aber nicht aus, dass etwaige Szenen gedreht worden sind. Wie so viele moderne Actionfilme auch finden sich in der Kinofassung sporadische Anschlusslücken, die auf eine längere Fassung für das Heimkino hinweisen. Ebenso weisen die Trailer auch einzelne Szenen auf, die nicht in der Kinofassung zu sehen sind. Eine Fortsetzung ist zwar möglich, obwohl Abraham Lincoln: Vampirjäger ein vollkommen rundes und in sich geschlossenes Bild ergibt, müsste sich allerdings losgelöst von historischen Tatsachen im Hier und Jetzt abspielen. Die bisherige Bilanz mit knapp 80 Millionen Dollar Einspielergebnis spricht jedoch dagegen und weist BEKMAMBETOVs Film als durchschnittlichen Erfolg aus. Allerdings startet Abraham Lincoln: Vampirjäger erst jetzt in den meisten Staaten der EU und Teile Südamerikas. Nur die Deutschen und Japaner müssen richtig viel Geduld aufbringen.
Abraham Lincoln Vampire Hunter - Banner 02Abraham Lincoln Vampire Hunter 20Die Inszenierung von Abraham Lincoln: Vampirjäger stützt sich besonders auf zwei Dinge. Das sind in erster Linie eine äußerst dynamische Kameraarbeit mit einer Unzahl von effektiven Kamerafahrten sowie spektakulären Zeitlupen. Und in zweiter Linie natürlich 3D, ohne das heutzutage kaum noch eine größere Produktion auskommt. In der Vergangenheit geriet die dritte Dimension wegen mangelndem Einsatz oder mangelnder Qualität schon des Öfteren zu einem Ärgernis. Das 3D von Abraham Lincoln: Vampirjäger befindet sich jedoch auf einem durchgehend hohen Level, weswegen manche der starken Action- und Kampfszenen noch ein gutes Stück greifbarere und atemberaubendere Impressionen hinterlassen. Gedreht wurde dabei ausschließlich in Louisiana, wo man das sezessionsbelastete Amerika dank prächtigen Kulissen, aufwendiger Ausstattung und exzellenten Computereffekten lebensecht wieder auferstehen lassen konnte. Besonders die zahlreichen Panoramaaufnahmen von Washington DC oder den Schlachtfeldern erweisen sich als recht bombastisch und episch. Die Musik komponierte HENRY JACKMAN (Kick-Ass, Ein riskanter Plan, X-Men: Erste Entscheidung), der erst seit wenigen Jahren für die Filmbranche tätig ist. Seine Score ist allerdings mit einem großen Arrangement recht episch angelegt und durch anmutige Streicher auch klar auf die ambitionierte Breite des Films ausgelegt. Richtig herausstechen können darum auch nur LINKIN PARK mit ihrem Song „Powerless", was zum Titelsong des Films wurde. Das mag auf den ersten Blick hin ein wenig verwundern, aber gegen Ende hin passt der Song einigermaßen zu den Worten von Abraham Lincoln.

Abraham Lincoln Vampire Hunter 16Die Hauptrolle des Abraham Lincoln hätten zunächst TOM HARDY, ADRIAN BRODY, TIMOTHY OLYPHANT oder ERIC BANA übernehmen sollen, aber mit dem jungen BENJAMIN WALKER in seiner ersten repräsentativen Rolle hat man auch keine schlechte Wahl getroffen. Mit entschlossener Mine trainiert, kämpft und redet sich der 30-Jährige doch auf einem überzeugenden Niveau durch die Szenerie, die ihm gleichermaßen Ausstrahlung wie Respekt vor der historischen Persönlichkeit abverlangt; und das klappt in den meisten Szenen auch sehr souverän, da es sich bei WALKER um einen besseren und vor allem unverbrauchten Darsteller handelt. Erst recht, wenn das Make-up ihn gut 20 Jahre älter und die Illusion somit perfekt macht. Leider funktioniert das bei MARY ELIZABTEH WINSTEAD als gealterte Mary Todd nicht ganz so gut, da man stets ihr reelles Alter durchschimmern sehen kann. Allerdings betrifft das nur circa 20 Minuten des Films und davor ist sie das brave Fräulein, was sich aber durchsetzen kann. Da sich Abraham Lincoln: Vampirjäger aber voll und ganz auf seinen Hauptprotagonisten konzentriert, fühlen sich ohnehin fast alle anderen Figuren wie Nebenrollen an. Das betrifft auch Henry Sturges alias DOMINIC COOPER, der als ewig besorgter und grimmiger Denker eine düstere Miene zieht. Egal ob er nun den jungen Abraham ausbildet oder dem gereiften Präsidenten eine schöne Zeit im Theater wünscht. RUFUS SEWELL ist ja schon mehrfach als Bösewicht erprobt und liefert auch in Abraham Lincoln: Vampirjäger eine akzeptable Performance ab; nur leider ist das hier darum nichts Neues.
Abraham Lincoln Vampire Hunter 21Neu hingegen ist ANTHONY MACKIE als Lincolns persönlicher Diener, Freund und Kampfgefährte William Johnson, den man bei allen anderen Werken über Abraham Lincoln unter den Tisch fallen ließ. Womöglich weil es sich um einen Schwarzen handelte oder ihm in der Geschichtsschreibung eine unbedeutende Rolle beigemessen wird. Dabei lernten sie sich bereits Jahrzehnte vor dem Krieg kennen – genauso, wie es hier der Fall ist – und man kann davon ausgehen, dass Johnson einen nicht unerheblichen Einfluss auf Abraham Lincoln hatte. Alleine schon deswegen geht Abraham Lincoln: Vampirjäger viel ehrlicher und respektvoller mit seinen Vorbildern um, als alle anderen ernst gemeinten Historienfilme vor ihm! Eine weitere größere Nebenrolle fiel JIMMI SIMPSON zu, der die Rolle von Joshua Fry Speed übernommen hat; einen weiteren Weg- und Kampfgefährten Lincolns, den er ebenfalls ins Springfield kennenlernte. Zur selben Zeit wie Mary Todd und William Johnson. Es hat also schon seine Richtigkeit, dass sich Abraham Lincoln: Vampirjäger auch auf diesen Lebensabschnitt von Abe Lincoln konzentriert. Beide Darsteller, MACKIE und SIMPSON liefern dabei eine sachliche und souveräne Leistung ab, die man weder bemängeln noch außer Acht lassen kann. Leider trifft das ausgerechnet auf den ungleich bekannteren ALAN TUDYK zu, der zusammengerechnet vielleicht für 90 oder 120 Sekunden im Bild ist; ergo in so einer kleinen Rolle total verschenkt.

Fazit: SETH GRAHAM-SMITHs Mashup Abraham Lincoln: Vampirjäger funktioniert nicht nur als trashiger Briefroman, sondern dank gut aufgelegten Darstellern und dem überwältigenden optischen Stil von TIMUR BEKMAMBETOV auch in der Verfilmung überraschend gut. Trotz der Vampirthematik greift Abraham Lincoln: Vampirjäger etliche Lebensstationen seines historischen Vorbilds auf, bindet sie geschickt in seinen Plot und liefert dazu packende Kämpfe und harte Actionszenen in atemberaubenden Bildern, die gut mit den 3D-Kameras eingefangen worden. Nicht zuletzt geht Abraham Lincoln: Vampirjägerauch sehr respektvoll mit den historischen Personen um und liefert ein differenziertes Charakterbild des berühmten US-Präsidenten. Wie vergeben 8 von 10 Punkten.