Uncle Sam - I Want You Dead



Regie: WILLIAM LUSTIG
Drehbuch: LARRY COHEN
Medium: DVD
Spielzeit: 85 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Start: 27.01.1997

„Wenn ich groß bin gehe ich in die Army. So wie Sam auch. Und ich tue Alles, was der Präsident anordnet, denn er weiß Alles besser!“


Trash – der Begriff ist unter Filmfans so geläufig wie allgegenwärtig. Trash ist Englisch und bedeutet so viel wie Müll oder Abfall. Münzt man dieses Wort nun auf das Filmbusiness um, so erhält der Cineast den Sammelbegriff für allerhand minderwertige Ware aus allen möglichen Genres, verstärkt jedoch aus den Bereichen Horror, Splatter, Science Fiction, Action und Comedy. Trash steht dabei für ein Sammelsurium von allem Möglichen, was man bei einem Film verkehrt machen kann. Dümmliche Stories mit grottigen Dialogen, schlechte Kamera, hanebüchene Schauspieler, Logiklöcher vom Ausmaß des Atlantiks und natürlich auch megamiese Spezialeffekte. Aber das heißt noch lange nicht, dass nicht auch solche Machwerke zu Ruhm gelangen könnten. Tatsächlich gibt es eine riesige Fanbase, die sich über den oft unfreiwilligen Humor köstlich amüsiert. Beispielsweise genießt der Regisseur ED WOOD (Glen Or Glenda, Die Rache des Würgers, Necromania) gerade wegen seiner miesen Arbeiten einen immensen Kultstatus, der sich nicht zuletzt auch auf sein großes „Meisterwerk“ Plan 9 From Outer Space gründet. Gerade in den 1970ern und 1980ern sind dergleichen minderwertige Produkte zuhauf zu finden, aber auch in unserer heutigen Zeit von immer mehr und mehr Direct-To-Video-Veröffentlichungen steht Trash hoch im Kurs und ist darum auch fern jeder künstlerlisch wertvollen Ausrottung. Aber neben unfreiwillig komischen Ergüssen wie etwa Crocodile gibt es auch Filme, die absichtlich auf schlechte Leistung setzen. Berühmtestes Beispiel dürfte wohl die Reihe um Toxic Avenger sein, produziert aus dem Hause Troma Entertainment, die sich eben auf derlei Filme festgelegt haben. Bei Space Truckers machte man 1996 aus allem Elend eine Tugend und einen Mordsspaß, bei dem sogar solche Schauspielkaliber wie DENNIS HOPPER, STEPHEN DORFF und CHARLES DANCE mitmachten. Das bedeutet natürlich auch, dass manche billigen Streifen doch wesentlich teurer produziert worden sind, als man es ihnen ansieht.
Hinter ihrer billigen Fassade haben einige Trash-Streifen also doch weit mehr zu bieten, als man dahinter vermuten möchte, denn so ergibt sich die Möglichkeit inhaltlich saftig Kritik in allen Aspekten des alltäglichen Lebens zu üben. Einer der besten Filme genau dieser Sparte ist der 1996 entstandene Uncle Sam – I Want You Dead, der den oft blinden Patriotismus und Militarismus der USA gehörig auf die Hörner nimmt. Geschrieben wurde der Film von Regisseur und Drehbuchautor LARRY COHEN (American Monster, Die Wiege des Bösen, Nicht Auflegen!, Maniac Cop Teil 1 bis 3, Ambulance, Body Snatchers), die Regie überließen er jedoch seinem alten Kumpel WILLIAM LUSTIG (Maniac, Streetfighters), der vor allem durch seine actionreiche Maniac Cop Trilogie bekannt ist und sich nach Uncle Sam auf das Produzieren beschränkte. Gemäß dem billigeren Look des Films verpflichtete man weitgehend unbekannte Gesichter. In erster Linie den jungen CHRISTOPHER OGDEN (Punk!), der hier als 10-Jähriger Jody die Hauptrolle spielt. Erst in den Nebenrollen finden sich erste Hinweise darauf, dass hier mehr als das übliche 08/15-Gedöhns zu finden ist. Da haben wir etwa BO HOPKINS (12 Uhr Nachts – Midnight Express, American Graffiti, Getaway Original, Die Killer-Elite, Phantoms, The Wild Bunch), TIMOTHY BOTTOMS (Hier kommt Bush!, Johnny zieht in den Krieg, Jenseits von Eden, Achterbahn), WILLIAM SMITH (Conan der Barbar, Red Dawn, Rumble Fish, Der verrückte Professor) und den 2008 verstorbenen Kultsänger ISAAC HAYES, der im Original Chefkoch aus der Kultserie South Park seine Stimme lieh und schon 1981 in Snake Plissken – Die Klapperschlange eine wichtige Gastrolle hatte.

Jody ist gerade mal 10 Jahre alt und lebt zusammen mit seiner Mutter in einem US-Städtchen. Er vergöttert seinen Onkel Sam Harper, der ein höchst dekorierter US-Soldat im Golfkrieg war. Doch sein Hubschrauber wurde abgeschossen und er gilt seitdem als vermisst. Seine Orden und Auszeichnungen schickte er zusammen mit Briefen nach Hause, wo Jody sie sogar unter seinem Bett aufbewahrt und immer mit seinen Zinnsoldaten spielt. Da taucht plötzlich Sergeant Twining auf, der zum Casualty Notification Service der US Army gehört, und ihnen mitteilt, dass Sam Harpers Leiche gefunden wurde. Er sei hier, um den Angehörigen sein Beileid auszusprechen und für ein ehrenhaftes Begräbnis zu sorgen, was angesichts der Heldentaten von Sam Harper am nahenden Unabhängigkeitstag stattfinden soll. Jody trauert sichtlich, auch seine Mutter und seine Tante sind geschockt. Aber nicht, weil sie Sam so vermisst haben. Sam Harper war ein selbstsüchtiger, brutaler und sadistischer Schläger, der sogar seine eigene Familie auf das Schlimmste terrorisiert hat. Die ganze Stadt hasste ihn, nur Jody will dies Alles nicht wahr haben. Er will nicht glauben, dass sein geliebter Onkel Sam so ein schlechter Mensch gewesen sein soll. Sogar der alte Nachbar Jed Crowley, der ein alter Kriegsveteran ist und Sam gut kannte, berichtet von dessen Blutrünstigkeit und Kaltblütigkeit. Aber das kann Jodys Meinung nicht erschüttern. Sein Tod tut ihm sichtlich weh. Er will Sam seine Orden, Auszeichnung und seine Hundemarken in den Sarg legen. Leider ahnt Jody nicht, was er damit angerichtet hat, denn dadurch erwacht Sam Harper zum Leben – und er brennt auf Rache! Rache an Sally, Rache an Jed und Rache an jedem, dem Stars & Stripes egal sind! Da man aber als vergammelte Leiche auffällt wie ein bunter Hund, verkleidet er sich als Onkel Sam, in dessen Namen er nun das Meucheln beginnt. Und so kommt es, dass der gute alte Onkel Sam ausgerechnet am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag, eine blutige Spur durch das amerikanische Kleinstadtherz zieht.

Uncle Sam – I Want You Dead ist von der ersten bis zur letzten Minute durch und durch bösartig und lässt keine Gelegenheit aus, um kräftige Arschtritte zu verteilen. Zusammen schufen COHEN und LUSTIG einen Großangriff auf amerikanische Tugenden, Patriotismus und die Militärmaschinerie, wie er Seinesgleichen sucht.
Allerdings äußerst unterhaltsam verpackt in der Form eines amüsanten Horrorfilms. Hier gibt es nämlich eine lockere Atmosphäre, die natürlich mit Genreeigenen Zutaten behaftet ist. Gemäß dem Slasher läuft hier ein maskierter Mörder durch die Gegend und mordet sich unerkannt durch eine Kleinstadt. Selbstverständlich gibt es dabei auch einen familiären Hintergrund und wie so oft ist Rache das Thema. Die Spannung bleibt dabei leider ein wenig auf der Strecke, wobei die Spannungsbögen auf altbekannte Art und Weise konstruiert werden und einige Morde vorhersehbar ablaufen. Der Gewaltgrad ist dabei aus heutiger Sicht nicht sonderlich hart ausgefallen, obwohl hier doch einigermaßen Blut vergossen und ein wenig gesplattert wird. Deswegen ist der Film mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren auch unzensiert erhältlich. Dies sind allerdings auch nur die üblichen Elemente, die sich beinahe in jedem Slasher finden lassen und die trashigen Anteile des Films ausmachen. Denn bereits in seiner recht gut gelungenen Charakterzeichnung hebt sich Uncle Sam – I Want You Dead vom Groß der Trash-Filme ab, indem der Film auch einige Zeit dafür verwendet. Da haben wir in erster Linie natürlich Jody. Jody ist die Personifizierung des amerikanischen Nachwuchses, so wie ihn die Republikaner am liebsten sehen würden. Jody liest leidenschaftlich gern Comics über die Helden des zweiten Weltkrieges. Obwohl gerade mal 10 trägt Jody immer eine Tarnhose und wirft mit patriotischen Kommentaren um sich. Er gibt kurze, aber ehrliche Antworten von sich, konsumiert jede noch so kleine Werbung des US-Millitärs, bewegt sich zielgerichtet und zackig und will lieber heute als morgen in die Army eintreten. Sogar der alte Kriegsveteran Jed versucht ihn davon abzubringen und warnt ihn davor blindlings in den Krieg zu ziehen. Jed seinerseits bereut bitterlich Sam Harper damals mit Kriegsgeschichten angestachelt zu haben und leidet noch heute unter den Nachwirkungen des Krieges. Deswegen beklagt er umso mehr die mittlerweile sehr zweifelhafte Moral der US Army bzw. der Regierung. Jody`s Mutter Sally und seine Tante kümmern sich gemeinsam um Jody und wohnen auch in einem Haus zusammen, denn sie verbindet der Hass und die Furcht vor Sam Harper, der in Uncle Sam als fieser Mörder im Kostüm der nationalen Symbolfigur fungiert. Allein schon diese Tatsache gehört zum wichtigsten Aspekt und größten Antrieb des Films: seine fundierte Kritik am Patriotismus und Militarismus, den Uncle Sam mit viel bissigem Humor ausübt.
Alleine schon der Titel und das Poster sind eine offene Provokation. Seit dem frühen 19. Jahrhundert ruft nämlich in den USA ein gewisser „Onkel Sam“ junge Männer dazu auf, sich für den Wehrdienst zu melden und sein Vaterland zu verteidigen. Seit dem ersten Weltkrieg kennen wir das charakteristische Werbeplakat, wo Onkel Sam mit dem Finger auf den Betrachter zeigt und dabei den Ausspruch „Ich will dich!“ tätigt. Seit dieser Zeit ist Onkel Sam auch ein Spitzname für die USA, ein Synonym und ein Symbol. Er steht dabei für alle aufrechten amerikanischen Tugenden wie Stärke, Ehrlichkeit und Tatkraft – verkörpert von der US Army! Dass die Amis mit diesen Dingen gerne protzen ist kein Geheimnis, was wirklich dahinter steckt leider ebenso wenig. Tote Zivilisten, Kriegsverbrechen, Soldaten die psychisch krank heimkehren und Verführung zum Militärdienst schon bei Kindern. Und Uncle Sam – I Want You Dead zeigt genau diese hässliche Seite von allen Blickwinkeln! Bereits vor dem Vorspann wird der Zuschauer mit Friendly Fire konfrontiert, was die eigenen Soldaten das Leben kostet. Hinzu kommt, dass der Vorfall lapidar damit kommentiert wird, dass solche Dinge im Krieg eben passieren. Was soll`s? Shit happens. Pech für die Soldaten. Ohne inne zu halten legt Uncle Sam jedoch gleich nach und blendet etliche Karikaturen von Onkel Sam ein, zeigt wie schon Kinder auf den Paraden mitgeschleppt und in Rot-Weiß-Blau eingekleidet werden. Erst danach lässt der Film ein wenig Raum, um die Charaktere einzuführen. Ist dies abgeschlossen läuft der Film an wie die Festplatten im Server von WikiLeaks. So erfährt der Zuschauer über den Charakter von Sam Harper das Meiste durch Aussagen verschiedener Personen. Aber während aus Sams privatem Umfeld ausschließlich Negatives preisgegeben wird, rühmt ihn die US Army als einen großen Kriegshelden und ehrenhaften Soldaten. Sergeant Twining lamentiert von Heldentaten und gleich im Anschluss erfahren wir, was für ein Sadist Sam Harper gewesen sein muss. Er muss menschlich so ein Arschloch gewesen sein, dass sogar die Berührung des Sarges bei Sally Ekel hervorruft. Wahrscheinlich hat er sogar seine kleine Schwester noch im Kindesalter sexuell über Jahre hin missbraucht und seine Ehefrau regelmäßig vergewaltigt, was aber nur angedeutet wird. Dass an diesen Aussagen aber leibhaftig Etwas dran ist, daran besteht kein Zweifel. Schließlich ist der schweigsame Sam Harper tatsächlich Derjenige, der als Onkel Sam verkleidet hier einen ganzen Haufen unschuldige Menschen umbringt. Rebellische Teenager? Müssen sterben! Hippies? Müssen sterben! Lehrer mit liberaler Haltung? Natürlich müssen sie sterben! Als Mordwerkzeuge missbraucht „Uncle Sam“ ebenso amerikanische Symbole. Ein Teenager wird am Fahnenmast erhängt, den „Onkel Sam“ kurzerhand zu einem Galgen improvisiert. Ein Mann wird mit der US-Fahne aufgespießt, die daraufhin blutig aus dem Bauch weht. Ein schleimiger Kongressabgeordneter, der vergeblich versucht wegen Korruptionsvorwürfen nicht abgerufen zu werden, was ihm aber im Großen und Ganzen aber wurscht ist, wird mit Feuerwerkskörper in die Luft gesprengt. Am fiestesten jedoch ist die Tatsache, dass ein als Abraham Lincoln verkleideter Steuerprüfer von einem Onkel-Sam-Zombie erschossen wird. Dies spricht Bände und trieft vor hintersinnigem Sarkasmus. Dieser Abraham Lincoln übrigens hält Nichts von dem amerikanischen Staat und der Nationalhymne, aber ist ironischerweise der Einzige, der mehr darüber weiß, als die erste Strophe. Er steht also für Personen, die über den Gebrauch von Patriotismus nachdenken und sowas können echte Amerikaner natürlich nicht gebrauchen. Das falsche Verständnis von Patriotismus wird nicht einfach nur durch den Kakao gezogen, sondern richtig bösartig und beinahe schon feindseelig persifliert.

Die Handlung von Uncle Sam – I Want You Dead ist relativ simpel. Der Film verläuft sehr geradlinig und bietet kaum Nebenhandlungen, Rückblenden, Wendungen oder große Überraschungen. Vielmehr lebt Uncle Sam von seiner Kritik und dem bissigen Humor, mit dem diese Kritik erzählt wird. Diese bildet auch den roten Faden, der über die beiden Phasen des Films gelegt ist. Bis zur ersten Hälfte ist Uncle Sam – I Want You Dead nämlich noch ein vergleichsweise ruhiger Film, der die Beziehungen der einzelnen Figuren untereinander vorstellt und beschreibt, was aber schon hier mit reichlich Sarkasmus und Kritik geschieht. Für die Charakterzeichnung verwendet Uncle Sam hier auch die meiste Zeit, obwohl kaum zwei Minuten vergehen, bevor schon die ersten Menschen von einem aufrechten Amerikaner umgebracht werden. Jeder Charakter bekommt gleichberechtigt einige Szenen spendiert, in denen er sich vorstellen kann. Alles geschieht der Reihe nach ohne, dass der Film weder schneller noch langsamer wird. Mit dem Humor allerdings ist der Film schon jetzt sehr unterhaltsam, da er ein recht hohes Tempo anschlägt und auf unnötige Ausschmückungen verzichtet. Auf diese Weise merkt man gar nicht, dass beinahe 40 Minuten verstreichen ehe Sam Harper wieder zum Leben erwacht und den Horrorplot einläutet. Hier folgt Spannungsbogen auf Spannungsbogen, Mord um Mord ohne, dass es etwaige Verschnaufpausen gibt. Uncle Sam zielt dabei zunächst nicht auf einen speziellen Höhepunkt ab, sondern lässt seinen Onkel Sam erst mal gemütlich durch die Gegen stravanzeln, wo er genüsslich jeden Nicht-Republikaner um die Ecke bringen darf. Bis er urplötzlich Jody, Jed und Sally mit seiner Anwesenheit konfrontiert und der Film dennoch seine kleine Spitze bekommt.

Gedreht wurde Uncle Sam – I Want You Dead in der Kleinstadt La Verne, was selbstverständlich in Kalifornien liegt, und die ideale Kulisse für den fiesen Film gab. Nicht nur optisch, sondern auch hinter der Kamera, wenn man weiß, dass La Verne seit jeher republikanisch regiert wird. An der Inszenierung merkt man den bewusst billigen Look, damit der Streifen auch so richtig trashig aussieht. Die Kamera ist überwiegend statisch, macht keine Schwenker und keine Zooms. Das Format ist selbstverständlich 4:3, die Splattereffekte sind leicht als solche erkennbar und darüber hinaus nie direkt zu sehen, während der Soundtrack natürlich aus dem typischen B-Movie-Geschrammel aus dem Synthesizer besteht. Das Make Up ist ebenfalls sichtlich billig gehalten, aber hier merkt man doch ein wenig, dass in Uncle Sam finanziell doch mehr steckt, als man vermuten möchte. Und schließlich besitzt der Film zum Finale hin einige aufwendige und fabelhafte aussehende Actionszenen. Wichtig dabei ist aber, dass der Look bewusst billig aussehend gehalten werden musste. Denn fast alle US-Produktionen, die in irgendeiner Art und Weise etwas mit dem US-Militär zu haben, müssen an einer Behörde vorbei, die von der US-Army eigens zu Werbe- und Filmzwecken gegründet wurde. Je nach dem kann die US-Army das anstehende Filmprojekt genehmigen oder sogar finanziell und praktisch unterstützen, aber eben auch abweisen und im schlimmsten Falle verhindern. Durch den oberflächlich überlagerten Trash jedoch entkam Uncle Sam – I Want You Dead dieser Prozedur. Ansonsten wäre der Film mit seiner extrem scharfen Kritik und seinem unglaublich bissigen Sarkasmus durchgeflogen und hätte es nicht mal zu einem Video-Release geschafft.
Dieses Prinzip setzt sich auch in den Schauspielern fort, bei denen man sich nie sicher sein kann, ob sie nun bewusst hölzern agieren oder tatsächlich schlecht sind. Overacting wird hier natürlich nicht betrieben und manchen der Schauspieler nimmt man ihre Rollen natürlich nicht so ganz ab, was allerdings Absicht sein könnte. Besonders in den Hauptrollen wird dies spürbar. In den Nebenrollen, die alle mit bekannteren Schauspielern besetzt sind, merkt man dies jedoch nicht. Auch dies ist ein weiterer Hinweis, dass man hier bewusst auf einen billigere Machart gesetzt hat.

Fazit: Wer glaubt, Trash sei in jeder Hinsicht dumm und primitiv, dem sei ein Blick auf Uncle Sam – I Want You Dead dringend angeraten. Der Film besticht durch seine beispiellos bissige Kritik am Militarismus und dem Patriotismus der USA, die er mit viel Humor erzählt. Darum gibt es dafür auch 9 von 10 Punkten.