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"Snuff Killers" von Jesus F. Gonzales

 

 

snuff killers cover

 

Titel: Snuff Killers

Autor: Jesus F. Gonzales

VÖ: Juni 2016

 

Einband: Festa Paperback

Verlag: Festa Verlag

Seitenzahl: 480

Genre: Crime hardcore

ISBN: 978-3865524706

 

 

Für Lisa und ihren Mann soll es ein romantisches Wochenende werden. Sie will ihm endlich sagen, dass sie ein Baby erwartet. Aber dann sind da die fremden Männer. Sie wollen Lisa zum Star machen.
Zu einem Filmstar.
In einem Snuff-Movie …
Lisa erwartet ein grausamer Tod, live vor der Kamera. Doch viel grausamer ist all das, was Lisa tun wird, um zu überleben. [Festa Verlag]

 

Meine Meinung:

 

Sobald man den Prolog hinter sich gebracht hat, fragt man sich unweigerlich, auf was man sich da eigentlich eingelassen hat. Normal müsste das einem schon bei dem Titel bewusst sein. Aber die „unschuldige“ Leseseele war dann doch einfach zu neugierig und so wurde das Buch die Tage in einer Leserunden zusammen mit Andrea und Nicole verschlungen.

 

Es fängt recht harmlos an und trotzdem trödelt der Autor nicht lange herum. Rasch kommt es zu der Entführung von Lisa und ihrem Mann Brad sind sprichwörtlich die Hände gebunden. Was Lisa dann in ihrer Gefangenschaft erlebt ist nichts für zartbesaitete Leser. Zwar deutet der Autor eher an, als dass er ins Detail geht, trotzdem ist das hardcore genug. Vor allem wenn man erfährt was Lisa dann macht. Alle in unserer Leserunden mussten in dem Moment heftig schlucken und den Moment sacken lassen.

 

Damit ist die Handlung natürlich nicht vorbei, sondern gerade mal 1/4 der Seiten geschafft. Es kommt zu hitzigen Dialogen und interessanten „Aufklärungen“. Denn man erfährt viel über die Hintergründe der SM-Szene und wie es dann zu den Snuff Videos kam. Man versteht die Charaktere somit viel besser, aber Verständnis gibt es dadurch noch lange nicht von meiner Seite.

 

Positiv ist der Aufbau. Man fackelt nicht lange herum, sondern kommt auf den Punkt. Beweggründe werden offen dargelegt und Mister Gonzales ergötzt sich nicht an ausführlichen derben Beschreibungen, sondern lässt das innere Kopfkino auf Hochtouren arbeiten. Eine Figur ist mir dabei besonders positiv in Erinnerung geblieben. Sie ist so schräg, dass sie sich einfach ins Gedächtnis einbrennt und die Handlung fein aufpeppt.

 

Negativ waren einfach die langen Dialoge und ruhige Phasen in der Mitte des Buches. Wenn man in vollem Tempo reingeschmissen wird, hat niemand etwas gegen Verschnaufpausen. Aber sie sollten nicht so lang sein. Zudem gingen mir manche Charaktere mit ihren (zu) naiven Handlungen auf die Nerven. Innerlich hat man nur die Hände überm Kopf zusammengeschlagen. Außerdem hat der Epilog den Abschluss durch sein Hin- und Hergehüpfe in Gedankengängen extrem versemmelt.

 

 

Fazit:

 

Mister Gonzales ein dickes fettes Lob für die Kopfkino Momente! Ohne vieler Worte hat er Ekel, Abscheu und Hass hervorrufen können. So etwas schafft mancher Autor nicht mal mit detailierten Beschreibungen! Zudem hat er mit einer gewissen Frau einen sehr markanten Charakter geschaffen, der einfach klasse war. Ohne meine Kritikpunkte wär das Buch perfekt.

 

Lesetipp für alle, die bei dem Titel nicht schon einen Schritt rückwärts machen!

 

 

 

Erhältlich bei Hugendubel