Poetry Slam 28.01.2012 Pforzheim



Gestern Abend war es wieder soweit: Poetry Slam-Zeit im Kupferdächle in Pforzheim!

Es war der 48. Pforzheimer Slam und Lino Wirag machte gleich zu Beginn die Ankündigung, dass der 50. Poetry Slam in Pforzheim etwas ganz Besonderes sein wird. Dieser wird im Mai oder Juni 2012 statt finden und wir sind schon sehr gespannt.

 

Der Special Guest des Abends war ein amerikanischer Slammer, Sean Patrick Mulroy, auf den alle schon sehr gespannt waren. Es kommt schließlich nicht alle Tage vor, dass man einen Slammer aus Übersee zu hören und sehen bekommt.

 

Da es einige Neulinge im Publikum gab, erklärte Lino noch einmal die Regeln eines Poetry Slams und kündigte dann mit einem Misch-Masch aus Deutsch und Englisch vollmundig Sean an.

 

Dieser erklärte erst einmal (auf englisch) grob, worum es in seinen Gedichten geht und begann dann gleich mit seinen Texten über Freundschaft, Jungfräulichkeit (in allen möglichen Beziehungen, nicht nur beim Sex) ("Virginity") und woher er kommt ("where I come from").

Es war ungewohnt, Texte in englisch vorgetragen zu bekommen, aber großteils gut verständlich und eindrucksvoll.

 

Und schon ging es in die erste Runde.

 

Den Anfang machte Kornelius mit einem Text über Bücher, bei dem er wundervoll mit Worten spielte. Lino brachte als kleines Zwischenspiel eine Kurzgeschichte aus dem Buch "Auf die Länge kommt es an", in dem sog. TINY TALES im Twitter-Format gedruckt sind. Beeindruckend, was man in nur drei Sätzen, mit 140 Zeichen erzählen kann.

Als nächster ging dann WortArtiG ans Mikro mit seinem "supergeilen Text, der euch beeindruckt". Er beeindruckte wirklich und brachte viel Spaß. Nach einer weiteren, dieses Mal selbst geschriebenen, TINY TALE von Lino war Sylvie le Bonheur an der Reihe, die erst ein "Elfchen" von Mohammed vortrug und danach einen an Milo Martin, einen amerikanischen Slammer angelehnten Text "Milo Martin said she said simile". Zum Teil etwas schwierig zu verstehen, nicht, weil der Text in englisch war, sondern weil Sylvie einen schottischen Dialekt hat. Das tat dem guten Text aber keinen Abbruch.

Nach einer weiteren selbst geschriebenen TINY TALE von Lino brachte Maurice seine Texte vor. Zuerst einen kurzen Text über ein Wasserglas, der sich wunderbar zu den TINY TALES fügte und danach den Text "Poesie ist die Lösung". Einfach immer wieder gut, was Maurice da zaubert.

Nach einer weiteren TINY TALE von Lino war damit die erste Runde schon beendet und eine 15-minütige Pause war angesagt.

 

Die zweite Runde wurde wieder von Sean eingeläutet, mit den zwei Texten "Biology" und "Consent", die einfach umwerfend waren, wenn auch nicht so lustig, wie die ersten drei Texte.

Nachdem Lino wieder eine TINY TALE einstreute, ging es dann also mit der zweiten Runde los.

 

Den Anfang machte hier WortArtiG mt seinem Text "weshalb ich nicht in den Zoo gehe". Nach Linos TINY TALE gab dann Maurice den Text "Die Stadt ist grau", der ein Mitmachtext war. 

Und schon wieder kam eine TINY TALE von Lino "um die Ecke" und leitete zu Christoph Baier über, der einen auf dicker Rapper machte und damit das Publikum zum Johlen brachte.

Danach war Kornelius an der Reihe mit zwei Liebesgedichten: "Melancholie für Mädchen" und "Melancholie für Männer", die auch wieder sehr kurz und sehr lustig waren. Sein dritter Text hieß "die Zertrennbaren" und war einfach umwerfend.

Nach einer weiteren TINY TALE von Lino war Sylvie an der Reihe und erklärte, "wie ich mir einen netten Mann suchen wollte, um kein Krankenhaus in Afrika bauen zu müssen". Damit hatte sie das Publikum voll auf ihrer Seite.

Nach einer letzten TINY TALE von Lino war dann auch schon die Abstimmung fürs Finale angesagt.

Dort sollten noch einmal zwei Slammer gegeneinander antreten.

Und diese beiden waren Sylvie und Christoph.

 

Christoph eröffnete dann auch gleich das Finale mit seinem Physik-Rap, dicht gefolgt von Sylvie, die sich von ihrer Mutter anhören musste: "Kind, was da alles passieren könnte".

 

Die Finalabstimmung brachte dann den Sieger des Abends hervor: Sylvie le Bonheur!


Viel zu schnell war die Zeit schon wieder vorbei und wir können sagen: Danke Jungs und Mädel, es hat wieder sehr viel Spaß mit euch gemacht!
Wir freuen uns schon auf den 31.03.2012, wenn es wieder heißt:

Poetry-Slam-Zeit in Pforzheim!   
 

Poetry Slam Pforzheim 
Kupferdächle

Kornelius Friz

WortArtiG

Sylvie le Bonheur

Maurice

 

Sean Patrick Mulroy


Die Bilder findet ihr in unserer Galerie.