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BELA LUGOSI - Eine Hommage

Bela Lugosi ist mein Lieblingsschauspieler. Ein Filmkritiker der ihn kannte sagte mal über ihn:

"Bela Lugosi braucht nur in einer entfernten Ecke eines Raums zu stehen, und schon spührt sein Gegenüber die magische Aura dieses grandiosen Schauspielers."

Für mich sind seine stechenden Augen magisch und sehr unheimlich. Durch seine enorme Größe und schlanken Körperbau, wirkt er wie ein unheilvoller Zauberer:



Durch seine hervorstechenden und außergewöhnlichen Augen, die ich so noch bei keinem anderen Menschen gesehen habe, wirkt er auf mich ein bißchen, als stammt er nicht von dieser Welt.

Am besten hat er mir in diesem Film gefallen:

"The Black Cat Die schwarze Katze" nach Edgar Allen Poe 1934:

http://www.imdb.com/title/tt0024894/

Das Zusammenspiel mit Boris Karloff ist genial, einer ist besser wie der andere.

Wenn Bela Lugosi mit Frauen auftritt, kann er sogar einen ganz feinen und edlen Charme entwickeln, der mit leichter Ironie gepaart die Frauen, seine Schauspielerkolleginnen, schwach machen kann. Dass sieht man ganz besonders in diesem legendärem Interview aus dem Jahr 1932 mit Dorothy West:



Bela Lugosi ist für mich der Inbegriff des Unheimlichen, durch seine ernste Auftrittsweise wirkt er dazu noch seriös.

Ganz besonders ist mir in Erinnerung geblieben wie er in der Dracula Verfilmung von Tod Browning aus dem Jahre 1931, die lange Treppe herabschreitet; er gleitet viel mehr, und spricht dabei kein Wort und die Kamera zoomt bei seinem unheimlichen Abgang immer näher in seine Augen heran. Dazu ist es muksmäuschenstill. Auf der folgenden Seite kann man den Film sogar sehen:

http://www.google.de/search?hl=de&q=Dracula+Bela+LUgosi&um=1&ie=UTF-8&tbo=u&tbs=vid:1&source=og&sa=N&tab=iv

Ich kann jedem der gerne unheimliche Gruselfilme aus der "guten alten Zeit" sehen mag alle Filme mit Bela Lugosi empfehlen. Er hat sogar mal in einer Komödie mitgespielt, dass stand ihm aber nicht so gut.

Außerdem gefällt mir dieser Vampir noch sehr gut:

1931 Carl Theodor Dryer Der Traum des Allan Grey:



http://www.google.de/images?hl=de&q=vampyr%20carl%20dreyer&um=1&ie=UTF-8&source=og&sa=N&tab=wi

http://www.vampire-world.com/filmpages/einzelnefime/vampyrdertraumdesallangrey.htm

http://filmtagebuch.blogger.de/stories/244683/

Der Däne hat sonst eigentlich nur Dramen im Stil von Ingmar Bergman gedreht, aber sein Vampyr Film ist richtig duster und gotisch angehaucht, dunkler und dsüterer geht´s kaum noch:



Man "riecht" förmlich die langsam ansteigende Angst des Allan Grey, so intensiv wird er gespielt. Und die Musik zu diesem außergewöhnlich "stummen" Film, dessen Stummheit ich auch etwas gespührt habe, ist sehr interessant.

Am allerliebsten mag ich aber diesen Vampir:






Klaus Kinski in Nosferatu und dann dazu die unheimlich schöne, sphärische Musik von Popol Vuh!

Klaus Kinski ist sowieso einer meiner ganz großen "Lieblinge" und im Jahre 2008 ist endlich der aufrüttelnde Dokumentarfilm "Jesus Chritsus Erlöser" im Kino gelaufen. Der Film spiegelt sehr genau den kompletten Abend der sagenumwobenen Veranstaltung wieder.



Meiner Meinung nach waren Kinski´s Wutausbrüche nicht immer Show, sondern durchaus ehrlich gemeint und berechtigt.



Kaum einer der Journalisten hat ihn jemals richtig verstanden und darum wurde er leicht etwas aufgebracht. Nur Desiree Nosbusch verstand es auf gefühlvolle Art Kinski in einem Kornfeld zu interviewen. In dem Feld sitzen sich beide zärtlich gegenüber und man spürt die große, fast kindliche Liebe die Kinski gegenüber einem anderen Menschen aufbringen kann.



Unvergessen in meiner Erinnerung bliebt auch die rührende Szene in der Dokumentation: "Mein liebster Feind" von und mit Werner Herzog. In der Doku über die Hassliebe zwischen Herzog und Kinski, steht ganz am Ende Kinski unter einem Baum und spielt in einer Sonnen durchflutenden Szene liebevoll mit einem Schmetterling.



Kinskis Meisterwerk ist und bleibt für mich seine Darstellung als Woyzeck in dem gleichnamigen Film nach Georg Büchner.



Und die Auseinandersetzungen mit Werner Herzog, die in der Dokumentation "Mein liebster Feind" sehr gut zur Geltung kommen, sind einmalig an zu schauen. Eines Tages hat Kinski Herzog sogar mit einer Pistole bedroht. Durch diese Hassliebe sind aber ausgezeichnete Kunstwerke wie etwa "Aguirre der Zorn Gottes" entstanden.



Für mich überwiegen Kinski´s außergewöhnliche und extrem gute Schauspielerkunst gegenüber seinen Wutausbrüchen, bei weitem. Seine Wutausbrüche fand ich eher etwas amüsant.



Kinski hat aber auch Lesungen gesprochen, wie z.B. Texte von Francois Villon "Ich bin so wild nach Deinem Erdbeermund" dass Kinski dermaßen gut betont (er flüstert, raunt und schreit) dass ich beim Hören jedes mal eine Gänsehaut bekomme.



Nach Kinski´s Tod wurde von Ärzten festgestellt, dass er einen Herzinfarkt hatte. Es kam heraus, dass er als er den Herzinfarkt bekam, nicht zum Arzt ging, sondern noch eine kurze Zeit mit einem kleinem Loch im Herzen weiterleben konnte! Leider starb Klaus Kinski völlig vereinsamt in Amerika.

Eingereicht von: moe perry