Pirats Bestiarium: Achtfleckiger Kiefernprachtkäfer (Buprestis octoguttata)

Achtfleckiger Kiefernprachtkäfer (Buprestis octoguttata Linnaeus, 1758)

 

 

Namensbedeutung. Als Linnaeus den Gattungsnamen Buprestis vergab, griff er auf eine lange Tradition zurück: Die Bezeichnung wurde schon im 16. Jahrhundert von Gelehrten für manche Käfer verwendet und soll nach dem Käferexperten Berthold Sigismund Schenkling (1865-1946) sogar auf alte griechische Quellen zurückgehen. Verwendet wurde er für Käfer, bei deren Berührung man angeblich juckende Quaddeln bekam und die bei Kühen zu Blähungen und anschwellendem Bauch mit Todesfolge führen sollten, wenn diese die Käfer versehentlich gefressen hatten. Daher dann auch die altgriechische Bezeichnung Buprestis, die sich aus den Wörtern für „Rind“ und „ich blähe auf“ zusammensetzt. Linnaeus übernahm die Bezeichnung wohl für die Prachtkäfer, weil diese übelschmeckende Bitterstoffe in ihrem Blut haben. Der Artname ist in diesem Fall wesentlich einfacher herzuleiten: octoguttata bedeutet nichts anderes als „mit acht Tropfen“ und bezieht sich auf die Anzahl der grob tropfenförmigen Flecken auf den Flügeldecken dieser Art.

 

Eine kleine Verwirrung möchte ich hier noch aufklären. In seiner Monografie über die Prachtkäfer (Buprestidae) Italiens aus dem Jahre 1994 gibt Gianfranco Curletti an, dass der Achtfleckige Kiefernprachtkäfer 1790 von dem französischen Insektenforscher (Entomologen) Guillaume-Antoine Olivier beschrieben worden sei. Diese Angabe findet sich seitdem gelegentlich auch im Internet. Sie ist aber definitiv falsch. Gemäß dem Grundsatz RTFS (read the fucking source) habe ich mich selbst davon überzeugt, dass Linnaeus in seiner berühmten 10. Ausgabe der Systema Naturae von 1758 tatsächlich bereits den Namen Buprestis octoguttata verwendet hat. Dankenswerterweise stellt die Biodiversity Heritage Library eine eingescannte Ausgabe des damaligen Werkes online zur Verfügung. Wie Curletti zu seiner fehlerhaften Angabe kam ist für mich nicht mehr nachvollziehbar. Olivier hat 1790 tatsächlich einige Prachtkäfer beschrieben, vielleicht hat sich Curletti deswegen einfach vertan.

 

Synonyme. Ancylocheira octoguttata, Buprestis albopunctata.

 

Verwandtschaftsbeziehungen. Animalia; Eumetazoa; Bilateria; Protostomia; Ecdysozoa; Panarthropoda; Arthropoda; Euarthropoda; Mandibulata; Pancrustacea; Hexapoda; Insecta; Dicondylia; Pterygota; Metapterygota; Neoptera; Eumetabola; Holometabola; Neuropteriformes; Coleopteroida; Coleoptera; Polyphaga; Elateriformia; Buprestoidea, Buprestidae; Buprestinae; Buprestini; Buprestis.

 

Nach dem Wollkrautblütenkäfer (Anthrenus verbasci) ist der Achtfleckige Kiefernprachtkäfer die zweite Käferart, die im Bestiarium vorgestellt wird. Beide Arten gehören zu der großen Gruppe der Polyphaga. Doch gehört der Achtfleckige Kiefernprachtkäfer zu einer anderen Untergruppe, zu den Elateriformes, die deutlich stärker abgeleitet sind als die Verwandten des Wollkrautblütenkäfers. Die exakte Position im Stammbaum der Polyphaga ist aber auch im Falle der Elateriformes nicht restlos geklärt, ebenso wenig wie die genauen Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb dieser Gruppe. Die Buprestidae oder Prachtkäfer sind eine artenreiche Gruppe, mit zahlreichen Unterlinien, deren Taxonomie und Phylogenie auch immer wieder neue Überarbeitungen erfordert hat.

 

Bild 1: Der Achtfleckige Kiefernprachtkäfer. Quelle: http://www.entomologie-stuttgart.de/ask/node/710&menu= /J. Reibnitz

 

 

Verbreitung. Der Achtfleckige Kiefernprachtkäfer hat einerseits eine prinzipiell weite Verbreitung, andererseits weist diese beträchtliche Lücken auf, da er stets nur an lokal günstigen Standorten vorkommt – und dadurch entsprechend selten ist. Prinzipiell kommt die Art in den meisten Ländern Europas vor, fehlt allerdings bisher definitiv auf den Britischen Inseln und in den Niederlanden. Im Norden reicht sie bis ins mittlere Schweden und südliche Finnland hinauf. Im Osten streuen einige Populationen bis ins südwestliche Sibirien hinein, auch aus dem Kaukasus kennt man diesen Käfer. Im Mittelmeerraum kommt die Art bis Spanien und Italien sowie Griechenland und der Türkei vor. Auf Korsika findet man diesen Käfer, auf Sardinien, Sizilien und Kreta sowie Zypern erstaunlicherweise nicht. Ein Vorkommen in Syrien konnte ich so nicht bestätigt finden – entweder ist die Art dort noch seltener als sowieso, ausgestorben oder es liegt eine Verwechslung mit einer ähnlichen Art vor. Die früher berichteten Populationen in Marokko, Algerien und Tunesien sowie den Balearen und Teilen der Iberischen Halbinsel und im Süden Italiens werden heute als eine sehr ähnliche eigene Art, Buprestis magica, betrachtet.

 

Bilder 2 und 3: Diese wunderschönen Aufnahmen eines Achtfleckigen Kieferprachtkäfers gelangen ungarischen Käferforschern in Kroatien im August 2010. Quelle: http://www.nhmus.hu/ColeoColl/kepek/TRIPREPORTS/Reports/2010.VIII.CROATIA.html

 

 

 

Auffallend. Der Achtfleckige Kiefernprachtkäfer gehört sicherlich zu den auffälligsten Insekten, die man auch in Mitteleuropa gelegentlich antreffen kann. Das Erscheinungsbild zumindest der Imagines, also der ausgewachsenen Käfer, kann kaum verwechselt werden, außer mit dem relativ ähnlichen Neunfleckigen Prachtkäfer (Buprestis novemmaculata), der eine ähnliche Zeichnung aufweist. Im Mittelmeerraum ist außerdem eine Verwechslung mit Buprestis magica möglich, die aber wesentlich mehr Gelb in der Musterung aufweist, vor allem auch an Kopf und Körperunterseite.

 

Beim Achtfleckigen Kiefernprachtkäfer ist der Körper grundsätzlich erst einmal schwarz mit stahlblauem Schillern. Markant sind auf den Flügeldecken die jeweils vier – zusammen also acht – breiten und oft tropfenförmigen gelben Flecken. Eine weitere gelbe Markierung gibt es außerdem an den vorderen Seitenkanten der Flügeldecken, wo diese auch etwas verbreitert sind (dieses Muster gibt es zum Beispiel beim Neunfleckigen Prachtkäfer nicht). Die Seitenränder des Halsschilds sind ebenfalls gelb markiert, einige weitere gelbe Markierungen finden sich am Kopf und auf der Körperunterseite. Bei einigen Populationen aus dem Mittelmeerraum, vor allem von Korsika, können gelbe Markierungen auch entlang der anderen Ränder des Halsschilds auftreten. Die auffällige Färbung kann sich der Achtfleckige Kiefernprachtkäfer leisten – denn er schmeckt durch chemische Bitterstoffe widerlich. Die Färbung dient für potentielle Fressfeinde sogar als Warnung, ihn deswegen gar nicht erst anzurühren.

 

Aber nicht nur die Färbung ist charakteristisch. Die Flügeldecken besitzen deutliche Längsrillen und zwischen diesen kleine Grübchen. Kopf und Halsschild besitzen dagegen nur viele kleine Grübchen. Der Halsschild ist breit, ebenso der Kopf, der dabei recht kurz ist. Die seitlich sitzenden Augen sind recht groß. Dicht neben den Augen setzen die Fühler an. Sie sind länglich und wirken leicht gesägt, da die meisten der elf Fühlerglieder deutlich verbreitert sind an der Innenkante. Die Kiefer sind gut ausgebildete Beißwerkzeuge, mit zweispitzigen, leicht zangenartigen Mandibeln (Oberkiefern).

 

Der gesamte Körper ist länglich, ebenso entsprechend die Flügeldecken, und dabei abgeflacht, aber robust gebaut. Die Flügeldecken besitzen von der Seite her gesehen eine leichte Wölbung. Die größten Achtfleckigen Kiefernprachtkäfer werden bis zu 18 mm lang (also knapp 2 cm).

 

Die drei Beinpaare sind als kräftige Laufbeine ausgebildet, mit nicht gezähnten Krallen. Um das hinterste Beinpaar, welches am längsten ist, besser an den Körper anlegen zu können, wenn sich der Käfer hinkauert, sind die Hinterhüftplatten an ihrer Hinterkante etwas ausgehöhlt. In dieser Höhlung können die Hinterschenkel eingepasst werden.

 

Unterarten? Beim Achtfleckigen Kiefernprachtkäfer begegnen wir einmal mehr die Frage, wieviel Bedeutung manchen innerartlichen Unterschieden beimisst. Die Flecken auf den Flügeldecken sind beim Achtfleckigen Kiefernprachtkäfer noch ziemlich konstant ausgeprägt. Andere Musterungsdetails hingegen können kleine Unterschiede aufweisen, je nachdem aus welcher Gegend die Tiere kommen. So ist die Stirn normalerweise schwarz, aber bei den Exemplaren von Korsika weist sie ein ganz kleines gelbes Mal auf. Andere Unterschiede finden sich an der Ausdehnung der Gelbfärbung der Halsschildränder. Auf der Körperunterseite ist das hinterste, nahe dem Körperende und der Afteröffnung gelegene Fleckenpaar sehr variabel – es kann aus zwei deutlich getrennten gelben Flecken bestehen oder aber diese laufen so sehr zusammen, dass eine Querbinde entsteht.

 

Wieviel Bedeutung haben solche Unterschiede? Zumindest noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein versuchten die Forscher aus diesen Unterschieden tatsächlich Unterarten und bestimmte Rassen zu begründen. Das hatte allerdings mit den natürlichen Gegebenheiten nicht wirklich viel gemein – manche dieser Unterarten oder Rassen hätten dann zum Teil an zwei oder mehreren weit voneinander entfernten isolierten Orten existiert, andere hätten sich zusammen mit einer anderen Unterart oder Rasse das gleiche Gebiet geteilt. Zugleich wurde die Aufteilung immer unübersichtlicher. Hinzu kam, dass dann auch sehr ähnliche nahe verwandte Arten mit in einen Topf geworfen und zu Unterarten degradiert wurden – so war es der Fall bei Buprestis magica, nach heutiger Kenntnis eine eigene Art.

 

Auch wenn eine grundlegende Revision des Achtfleckigen Kiefernprachtkäfers derzeit fehlt – in den letzten Jahrzehnten beschränkte man sich überwiegend darauf bei Artenerhebungen in bestimmten Gebieten die schlichte Anwesenheit dieser Art festzustellen – so werden allgemein nur noch zwei Unterarten anerkannt: Neben der Nominatform Buprestis octoguttata octoguttata, die alle Populationen im größten Teil des Verbreitungsgebietes umfasst, wird noch die auf Korsika beheimatete B.o. corsica anerkannt. Diese zeichnet sich durch etwas ausgedehntere gelbliche Markierungen am Rand des Rückenschildes und einen kleinen gelblichen Makel auf der Stirn aus.

 

BB2

BB1

Bilder 4 und 5: Dieses Exemplar flog im Sommer 2014 während der Grabungssaison in der Grube Messel (nordöstlich von Darmstadt) meinem geschätzten Kollegen Bruno Behr vor die Linse. Die Grube ist in der Tat ein ziemlich warmer Standort und abgesehen von der Grabungstätigkeit für die Fossilienbergung relativ ungestört durch den Menschen – so muss man sich vielleicht nicht wundern, dass der Achtfleckige Kiefernprachtkäfer sich hier niedergelassen hat. Ich danke Bruno für diese Aufnahmen, die nebenbei auch mit ein Anstoß waren, sich einmal mit dieser Art zu befassen. Quelle: Bruno Behr.

 

 

Spezifische Ansprüche. Der Achtfleckige Kiefernprachtkäfer wird wenig erforscht. Meistens beschränkt sich die Forschung tatsächlich nur auf die Feststellung seiner Anwesenheit. Das liegt auch daran, dass diese Art extrem selten ist. Nur an bestimmten Lokalitäten kann sie sehr häufig sein. Ein Beispiel dafür ist aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Gegend um Rakovník bekannt, westlich von Prag in Tschechien. Dort gab es einen Höhenzug mit einem alten Kiefernwald direkt neben einer lokalen Bahnlinie. An heißen Sommertagen flogen die Achtfleckigen Kiefernprachtkäfer rüber zu den Bahngleisen und tankten auf deren Schwellen Wärme. Hier ließen sie sich gut beobachten und waren auch recht häufig. Doch solche Standorte mit zahlenmäßig starken Populationen des Achtfleckigen Kiefernprachtkäfers sind selten. Typisch ist vielmehr das Vorkommen an relativ isolierten Standorten mit einer geringen Populationsdichte. Dies macht die Art zu einer potentiell bedrohten – auch wenn diesmal nicht primär der Mensch schuld zu sein scheint. Vielmehr war die Art anscheinend schon immer selten, zumindest soweit die Aufzeichnungen aus historischer Zeit das hergeben. Jedenfalls wird sie in Deutschland je nach Bundesland als gefährdet bis stark gefährdet geführt und deshalb steht der Achtfleckige Kiefernprachtkäfer hier auch unter Schutz.

 

Der Grund für die Seltenheit sind vermutlich recht spezifische Anforderungen an den Lebensraum des Achtfleckigen Kiefernprachtkäfers. Die Art scheint die jeweils wärmsten Standorte zu bevorzugen, sofern sich dort Kiefern befinden. Kiefern der Gattung Pinus stellen die bevorzugte Wirtspflanze des Achtfleckigen Kiefernprachtkäfers dar, seltener geht er auch an Fichten (Gattung Picea). Dabei bevorzugt der Käfer die natürlich gewachsenen Waldungen dieser Bäume, die licht genug sind um reichlich Sonne und Wärme einzulassen. Wegen dieser besonderen Ansprüche kommt er zum Beispiel in den Niederlanden praktisch nicht vor und auch in Frankreich nur eher sporadisch. In anderen Gebieten wie in Tschechien ist die Art schon immer häufiger gewesen, weil es dort noch passendere Wälder für diese Art gab. Auch eine gewisse Bevorzugung von Sandböden ist zu beobachten. Zumindest in Bulgarien und in den Alpen ist belegt, dass man den Achtfleckigen Kiefernprachtkäfer dabei auch noch bis in Höhen von 2000 m finden kann, zumindest an sonnigen Hängen.

 

Durch seine Ansprüche an den Lebensraum ist der Achtfleckige Kiefernprachtkäfer nicht nur selten, sondern gilt auch als Anzeigerart für alte, überwiegend natürlich gewachsene und kaum beeinträchtigte Forststrukturen. Er gehört zu den Arten, die unter der Bezeichnung „Urwald relict species“ firmieren.

 

Bild 6: Dieses Bild illustriert den Lebenszyklus der Prachtkäfer (wenn auch hier nicht die Art des Achtfleckigen Kiefernprachtkäfers abgebildet ist). a) ist die Larve, b) die Puppe, c) der Kopf der Larve nochmal einzeln, d) ist der erwachsene Käfer. Quelle: http://etc.usf.edu / William & Robert Chambers Encyclopaedia - A Dictionary of Universal Knowledge for the People (Philadelphia, PA: J. B. Lippincott & Co., 1881).

 

 

Lebenszyklus. Der Lebenszyklus ist nur wenig erforscht wie es scheint. Die Imagines findet man in diesen Wäldern und um sie herum in Mitteleuropa etwa von Mai bis September. In kühleren Gegenden – etwa in höheren Lagen oder weiter nördlich – ist diese Zeit kürzer und mehr auf die Mitte des Sommers konzentriert. Dabei dürfte sicherlich auch eine Rolle spielen wie warm der jeweilige Sommer ausfällt. Die Tiere ernähren sich von Rinde und den Nadeln der Bäume.

 

Die Weibchen suchen nach erfolgter Paarung nach totem Kiefern-oder Fichtenholz. Das können umgefallene Bäume sein, Baumstümpfe, abgestorbenes oberflächennahes Wurzelwerk. Mit ihrem kurzen Legeapparat (Ovipositor) legen sie dann die Eier in die Ritzen des toten Holzes. Die aus diesen Eiern schlüpfenden Larven haben ein für Prachtkäferlarven typisches Aussehen: Der segmentierte bleiche Körper ist komplett beinlos und länglich. Die Thoraxregion ist stark verbreitert und trägt an ihrer Vorderseite den verhältnismäßig kleinen Kopf. Sie halten sich meistens in den bereits von Pilzen befallenen schon etwas weicheren Bereichen des Totholzes auf. Mit ihren Kiefern bohren sich die Larven durch das Holz und hinterlassen dabei gewundene und mit Bohrmehl ausgefüllte Fraßgänge. Die Larven bleiben mehrere Jahre im Holz, bevor sie sich verpuppen. Die erwachsenen Käfer kriechen dann nach dem Schlupf aus der Puppenhülle durch Ritzen und Löcher aus dem Holz.

 

Bild 7: Dieses schöne Exemplar eines weiblichen Achtfleckigen Kiefernprachtkäfers wurde in Sachsen geknipst. Das Tier war etwa 15 mm lang. Quelle: Wikipedia/ Christian Fischer.

 

Bild 8: Das gleiche Exemplar noch einmal anders fotografiert. So erkennt man, dass das Weibchen gerade Eier in die Holzritzen ablegt. Quelle: Wikipedia/ Christian Fischer.

 

 

Das Vorhandensein von gewissen Totholzbeständen in den Kiefernwäldern ist extrem wichtig für den Achtfleckigen Kiefernprachtkäfer. Ohne totes Holz kann er sich nicht fortpflanzen. Da in der modernen Holzwirtschaft meistens totes Holz schnell weggeschafft wird, sind viele potentielle Standorte für den Käfer ungünstig – da sie zu sehr bewirtschaftet werden. Nur eine Holzbewirtschaftung, die genügend Totholz übrig lässt, ist für diese Käferart verträglich. Schutzmaßnahmen sollten deshalb gerade darauf abzielen. Solche Bedingungen findet man oft an Standorten, bei denen man zunächst nicht unbedingt mit guten Bedingungen für seltene Arten rechnet – zum Beispiel auf alten Truppenübungsplätzen der Bundeswehr, wo die Wälder sich meistens mehr überlassen werden als andernorts. Andere Fundorte, wo der Achtfleckige Kiefernprachtkäfer etwas häufiger sein kann, sind die Hochmoore Oberschwabens, die aber selbst unter Druck befindliche Lebensräume darstellen.

 

 

Literatur.

 

Aurenhammer, S. & Komposch, C. 2013. Dynamic processes as a key factor for biodiversity? A zoological case study in the largest rockslip area of the Eastern Alps (Dobratsch, Austria; Arachnida: Araneae, Opiliones, Scorpiones; Insecta: Coleoptera). – Conference Volume 5th Symposium for Research in Protected Areas. 10 to 12 June 2013, Mittersill: 29-38.

 

Bußler, H. & Müller-Kroehling, S.2007. Käfer als Zeiger autochthoner Kiefernstandorte in Bayern. – LWF Wissen 57: 52-56.

 

Linnaeus, C. 1758. Systema Naturae. 10. Auflage.

 

Möller, G. 2009. Struktur-und Substratbindung holzbewohnender Insekten, Schwerpunkt Coleoptera – Käfer. Dissertation, Institut für Zoologie der Freien Universität Berlin.

 

Obenberger, J. 1941. Revision der palaearktischen Buprestis-Arten. – Mitteilungen der Münchener Entomologischen Vereinigung 31: 460-554.

 

Sakalian, V.P. 2003. A Catalogue of the Jewel Beetles of Bulgaria (Coleoptera, Buprestidae). – Zoocartographia Balcanica 2.

 

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Achtpunktiger_Kiefernprachtkäfer

 

http://utenti.romascuola.net/bups/jewel.htm

 

http://www.entomologie-stuttgart.de/ask/node/710&menu=

 

http://www.faunaeur.org/full_results.php?id=101659