AW: ..::|| Raumfahrt ||::..Teil 4

Gemini 1 sollte die erste Kapsel sein, die ins All fliegen sollte. Aber nachdem man die Kapsel nochmals überprüft hatte, wurde der erste Starttermin aufgrund massiver Probleme mit der eigentlich sauberen Verarbeitung der gesamten Elektrik der Kapsel verzögert. Als man dann nach einer langwierigen und ausführlichen Analyse der aufgetretenen Probleme diese beseitigen konnte, wurden diese logischerweise beim Bau der nächsten Kapsel berücksichtigt und vermieden, da man sich keine Fehler mehr erlauben konnte.
Obwohl so die Vorbereitungen zum Gemini-Programm schon zügig voranschritten, waren die Amerikaner denoch nicht richtig an die Russen „ran gekommen“. Deren Raumkapseln der „Woschod-Reihe“ [url= http://www.modellbau-freunde-lohne.de/assets/images/woschod.gif][color=orange]>>Zeichnung einer Woschod-Kapsel<<[ color="" url="" hatte="" platz="" f="" r="" drei="" kosmonauten="" w="" hrend="" die="" gemini-kapseln="" der="" usa="" nur="" br="">2 Astronauten Platz bot. [url=http://www.raumfahrtmuseum.at/GeminiKapsel_neu.jpg][color=orange]>>Gemini-Kapsel im Orbit<<[ color="" url="http://grin.hq.nasa.gov/IMAGES/SMALL/GPN-2000-001488.jpg][color=orange]">>Gemini-Kapsel aus einem anderen Blickwinkel<<[ color="" url="" br="">So standen die Amerikaner unter massivem Erfolgsdruck. Allerdings wurde dann Gemini 1 nach ihrer Überarbeitung doch noch am 8. April 1964 gegen 11:00 Uhr Ortszeit gestartet. Bei dieser Mission flog die Kapsel nach dem Start in einer mittleren Umlaufbahn von ca. 240 Kilometer Höhe, wo sämtliche Systeme auf das genaueste geprüft wurden, sprich die Verbindung von der Kapsel zur Erde und umgekehrt, die Möglichkeiten der Steuerung und die daraus resultierende Kontrolle der Fluglage um nur einige zu nennen. Die Landung der Kapsel war allerdings nicht vorgesehen, sodass die Kapsel am 12.April 1964 nach 64 Erdumkreisungen, bei der der Kontakt ohne unterbrechung bestanden hat, vollständig über dem Atlantik verglühte.
Die Daten, die bei dieser erfolgreichen Mission gesammelt worden waren, wurden ausführlich analysiert. So flossen neue Erkenntnisse und Verbesserungen in den [url= http://grin.hq.nasa.gov/IMAGES/SMALL/GPN-2006-000026.jpg][color=orange]>>Bau der Kapsel<<[ color="" url="http://grin.hq.nasa.gov/IMAGES/SMALL/GPN-2006-000039.jpg][color=orange]" f="" r="" gemini="" 2="" ein="" deren="" start="" am="" 9="" dezember="" 1964="" erfolgen="" sollte="" urspr="" nglich="" der="" noch="" fr="" her="" was="" aber="" wegen="" hurrikans="" im="" august="" und="" september="" nicht="" zu="" schaffen="" war="" da="" man="" aus="" sicherheitsgr="" nden="" die="" rakete="" wieder="" startplatz="" demontierte="" sie="" dort="" startbereiten="" zustand="" stehen="" lassen="" bedeutete="" gro="" es="" risiko="" eingehen="" wollte="" so="" ergab="" sich="" dass="" dann="" 12="" startturm="" liegend="" erneut="" zusammengesetzt="" aufgerichtet="" werden="" konnte="">>Wegschwenken des Startturms vor dem Start einer Gemini-Mission.<<[ color="" url="" br="">Bis dato liefen die Vorbereitungen ohne Probleme ab und man legte den Starttermin auf den 9. Dezember fest. An diesem Tag deutete auch nichts auf Probleme hin und man startete den Countdown. Als der Zähler „zero“ erreichte, die [url=http://historicspacecraft.com/Photos/LR-87_Dayton_2007_RK_2.jpg][color=orange]>>Triebwerke<< (ein baugleiches Modell der verwendeten Triebwerke)<<[ color="" url="" z="" ndeten="" und="" die="" rakete="" abheben="" sollte="" tat="" sich="" nichts="" denn="" nach="" knapp="" 1="" sekunde="" schaltete="" das="" start="" berwachungssystem="" der="" triebwerke="" wieder="" ab="" da="" im="" hydrauliksystem="" ein="" pl="" tzlicher="" druckabfall="" festgestellt="" wurde="" so="" f="" r="" den="" startabbruch="" sorgte="" br="">Dieses Problem galt es nun umgehend zu lokalisieren und zu beseitigen, was dann auch ohne weitere Verzögerung zum Start von Gemini 2 am 19. Januar 1965 gegen 9:04 Uhr Ortszeit führte. Bei dieser Mission, die ebenfalls unbemannt durchgeführt wurde, lag das Hauptziel in der Überprüfung des Hitzeschildes. Desweiteren wurde die Gesamtstruktur der Kapsel, die Funktionalität der gesamten elektrischen Systeme, die Prozeduren vor dem Start und bei der Landung überprüft. Die Zweitziele dieser Mission lagen im erfassen von verschiedensten Messergebnissen bei der Verwendung der Brennstoffzellen, die die Stromversorgung der Geräte in der Kapsel sicherstellen sollten. Dabei wurde auch das komplette Kommunikationssystem der Kapsel getestet, was unter anderem die Erfassung während des Fluges durch einige Bodenkontrollstationen beinhaltete.
Diese Mission war von vorneherein als „Suborbitale“ Mission gedacht, das heißt, das die Kapsel auf eine maximale Höhe von knapp 171 Kilometern gebracht wurde und nach fast 19 Minuten ohne Probleme in einer Entfernung von ca. 63 Kilometern zu den Bergungsschiffen im Atlantischen Ozean landete.
Nach diesen beiden erfolgreichen Flügen der Gemini-Kapseln stand dem baldigen, ersten Flug mit 2 Mann Besatzung nichts mehr im Wege.