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..::|| Raumfahrt ||::..

Wenn Ihr zu den Themen/Beiträgen usw. Fragen haben solltet, könnt ihr sie gerne im >>Astronomie & Raumfahrt<< Bereich stellen. Ich versuche sie dann nach besten Wissen zu beantworten. :-)

Nun denn.....los geht’s:

Die erste, geschichtlich überlieferte „Benutzung“ von Raketen stammt aus dem alten China. Dort wurden im Jahr 1232, im Krieg der Chinesen gegen die Mongolen mit Schwarzpulver gefüllte Zylinder auf die Gegner geschossen. Diese sollten bezwecken, dass die Feinde dadurch aufgeschreckt werden und aus Angst zurückweichen. Wer genau von den Chinesen diese ersten Raketen entwarf, ist nicht überliefert. In Europa allerdings ist erst um das Jahr 1555 ein Raketenstart dokumentiert. Aber dort wurde schon eine Rakete verwendet, die 3 Stufen benutzt hatte. Zu den 3-stufigen Raketen später mehr.
Bevor aber ernsthafte Forschungen in Bezug auf die Raketentechnik betrieben wurde, sind Raketen in verschiedensten Formen „leider“ nur zu militärischen Zwecken verwendet worden. Erst ein gewisser >>Konstatin Ziolkowski<< hat um die Jahrhundertwende in Russland angefangen, sich mit Raketen und dem Prinzip des Rückstoßantriebs genauer zu beschäftigen. >>Hermann Oberth<< befasste sich Anfang der 20er Jahre weit ausführlicher und genauer mit Raketen und der Entwicklung geeigneter Antriebe als Ziolkowski. Oberth packte die Leidenschaft schon in jungen Jahren, als er von Jules Verne einige Bücher gelesen hatte, die sich mit dem Weltraumflug befassten. Die berühmtesten Bücher waren „Von der Erde zum Mond“ und „Reise um den Mond“. Zu dieser Zeit arbeitete er schon ausführlich an verschiedenen Plänen, ob der Mensch wirklich die Möglichkeit besitzen könnte, gefahrlos in den Weltraum zu fliegen.
Dabei stellte Herman Oberth 4 Thesen auf, die erstmals in seinem Buch „Die Rakete zu den Planetenräumen“ 1923 veröffentlicht wurde:

1. Beim heutigen Stande der Wissenschaften und der Technik ist der Bau von Maschinen möglich, die höher steigen können, als die Erdatmosphäre reicht.
2. Bei weiterer Vervollkommnung vermögen diese Maschinen derartige Geschwindigkeiten zu erreichen, dass sie - im Ätherraum sich selbst überlassen - nicht auf die Erdoberfläche zurückfallen müssen und sogar im Stande sind, den Anziehungsbereich der Erde zu verlassen.
3. Derartige Maschinen können so gebaut werden, dass Menschen (wahrscheinlich ohne gesundheitlichen Nachteil) mit emporfahren können.
4. Unter gewissen wirtschaftlichen Bedingungen kann sich der Bau solcher Maschinen lohnen. Solche Bedingungen können in einigen Jahrzehnten eintreten.

Ziolkowski und Oberth haben die ersten Grundlagen geschaffen, worauf spätere Wissenschaftler, Forscher und Techniker ihre Arbeiten aufgebaut hatten.
Wirklich greifbare Ergebnisse bei der Raketentechnik gab es aber bei [URL="http://www.etsu.edu/math/gardner/sputnik/robert_goddard.jpg"][color="orange"]>>Robert Goddard<<[ color="" url="" er="" hatte="" sich="" auch="" relativ="" fr="" h="" damit="" befasst="" aber="" seine="" arbeiten="" wurden="" aufgrund="" seiner="" ideen="" eher="" ablehnend="" aufgefasst="" da="" f="" r="" zeit="" gewagte="" theorien="" aufstellte="" ungeachtet="" dessen="" entwickelte="" goddard="" um="" das="" jahr="" 1916="" erste="" fl="" ssigkeitsraketen="" und="" konnte="" am="" 6="" dezember="" 1925="" den="" ersten="" erfolgreichen="" start="" eines="" triebwerks="" in="" einem="" pr="" fstand="" melden="" der="" weitere="" erfolg="" lies="" nicht="" lange="" auf="" warten="" 16="" m="" rz="" 1926="" vermeldete="" einen="" eine="" rakete="" sie="" erreichte="" zwar="" keine="" gro="" e="" he="" weite="" man="" stellte="" fest="" dass="" ein="" flug="" ins="" all="" doch="" glich="" w="" re="" br="">Um das Jahr 1929 trat [URL="http://moontag.files.wordpress.com/2009/05/vonbraun.jpg"][color="orange"]>>Wernher von Braun<<[ color="" url="" ins="" rampenlicht="" der="" raketentechnik="" von="" braun="" hatte="" mit="" begeisterung="" das="" oberth="" ver="" ffentliche="" buch="" die="" rakete="" zu="" den="" planetenr="" umen="" gelesen="" und="" befasste="" sich="" fortan="" diesem="" thema="" da="" er="" dem="" zeitpunkt="" mathematisch="" nicht="" gerade="" eine="" leuchte="" war="" unternahm="" alles="" in="" mathematik="" doch="" verbesserte="" diese="" schon="" n="" ten="" konnte="" dann="" sein="" abitur="" vorziehen="" was="" im="" jahr="" 1930="" erfolgreich="" abschloss="" sp="" ter="" folgte="" 1932="" ein="" diplom="" als="" ingenieur="" mechanik="" 1934="" promotion="" doktor="" an="" einer="" universit="" t="" berlin="" um="" zeit="" herum="" erfolgte="" auch="" erste="" erfolgreiche="" start="" selber="" entwickelt="" sie="" erreichte="" h="" he="" knapp="" 2="" 5="" kilometer="" welche="" geschwindigkeit="" damals="" erreichten="" ist="" mir="" leider="" noch="" bekannt="" br="">Wernher von Braun wurde im Jahr 1937 technischer Direktor in Peenemünde, wo seine, mittlerweile vielfältig angewachsenen Kenntnisse der Raketentechnik in die Entwicklung der berühmt berüchtigten, mit Flüssigtreibstoff (Ethylalkohol und Flüssigsauerstoff) angetriebenen „[URL="http://www.usedom24.net/images/HVA_DSC06918_1024pix.jpg"][color="orange"]>> V2 (auf dem Bild seht ihr einen Originalgetreuen Nachbau)<<[ color="" url="" gipfelte="" diesen="" namen="" bekam="" die="" rakete="" allerdings="" erst="" sp="" ter="" als="" hitler="" von="" den="" ersten="" erfolgreichen="" starts="" des="" aggregat4="" kenntnis="" erlangte="" verlangte="" er="" dass="" diese="" in="" serie="" gebaut="" wurde="" dann="" und="" mit="" verheerender="" wirkung="" ab="" 1944="" unter="" anderem="" auf="" london="" abgefeuert="" wurden="" vergeltungswaffe="" 2="" kurz="" v2="" bekannt="" br="">Nach Ende des 2. Weltkrieges stellte von Braun sich den Amerikanern und brachte die Amerikanische Raumfahrt auf Kurs. Da er auch einige Mitarbeiter von seinen vorherigen Wirkungsstätten mitnehmen konnte, musste er nicht von vorne anfangen und konnte da weitermachen, wo er kurz vor Ende des Krieges stehengeblieben war.
Da die Amerikaner kurz vor Einmarsch der russischen Truppen in Nordhausen, wo zum Schluss auch die „V2“ montiert wurden, einige „V2“ Raketen sicherstellen und in die USA verfrachten konnten, hatte es von Braun leicht, auf dieser Grundlage seine Arbeit erfolgreich fortzusetzen.
So wurden im Jahr 1948 erste erfolgreiche Teststarts der „A4“ gemeldet. „A4“ nannte man die Raketen deshalb, weil diese ja ursprünglich „Aggregat 4“ geheißen hatten und man nicht auf „V2“ zurückgreifen wollte, da diese Bezeichnung mit der Zerstörung Londons und dem Tot vieler unschuldiger Menschen in Verbindung gebracht wurde.
Diese Erfolgreichen Starts gipfelten in der Entwicklung der Redstone-Raketen.

(ende Teil 1)