Die neuen Energiesparlampen

... sind technisch betrachtet Gasentladungsröhren mit heißen Elektroden.
Beim Einschalten der Lampe wird zunächst das Quecksilber aufgeheizt, es verdampft, dann wird Spannung angelegt und das Gas zündet, d.h. es ionisiert. Das Quecksilber-Plasma sendet dabei UV-Licht aus, das vom umgebenen Leuchtstoff in weißes, gelbes, rotes oder was-auch-immer-farbiges Licht umgewandelt wird, je nach Leuchtstoff.

Welche Farbe das ausgesandte Licht hat, liegt also am Leuchtstoff und an nix anderem, von der individuellen Farbwahrnehmung mal abgesehen.
Technisch-bedingt erzeugt eine Energiesparlampe kein konstantes Licht, sonder "flackert", allerdings bei vernünftiger Beschaltung mit einer nicht wahrnehmbaren Frequenz. Diese Beschaltung ist Teil der Lampe, heißt Birne. Ein als "kalt" oder sonst als unangenehm empfundenes Licht der Energiesparlampe ist möglich, da die Lichterzeugung anders vonstatten geht als das bei der Sonne oder einer normalen Glühbirne der Fall ist.
Glühbirnen haben eine Effizienz von 5%, das heißt, eine 100W Glühbirne sendet von den 100W aufnehmende Leistung 5W in Licht und 95W in Wärme um. Eine Energiesparlampe hat eine Effizienz von 25%, d.h. von 100W werden 25W in Licht und 75W in Wärme ungewandelt. (Quelle: ARD) Ein weiteres Anzeichen für die energiesparenden Eigenschaften sieht man an den angebotenen Leistungen der Energiesparlampen.
Aufgrund des enthaltenes Quecksilbers sind diese Lampen bei Entsorgung dem Sondermüll zuzuordnen, wie auch Batterien, Akkus, bestückte Platinen, Farbkanister und vieles andere auch.

Beim Zerbrechen der Glasröhre tritt Quecksilber aus, dieses ist nach Gefahrstoffverordnung sehr giftig und umweltgefährlich. Daher sollte man das Zerbrechen möglichst vermeiden.
Flüssiges Quecksilber entsorgt man, indem man ein saugfähiges Materien darüber gibt und dieses dann mit dem Quecksilber dem Sondermüll zuführt, z.B. Sand, für den Hausgebrauch, Mercurysorb[sup:1tado557]®[/sup:1tado557] für den professionellen Gebrauch. Beim handtieren mit Quecksilber bitte Handschuhe tragen, denn metallisches Quecksilber kann über die Haut aufgenommen werden. Quecksilber hat als Flüssigkeit einen Dampfdruck, d.h. es verdunstet langsam bei Raumtemperatur, sollte der Verdacht bestehen, daß gasförmiges Quecksilber ausgetreten ist, den Raum längere Zeit gut lüften. Quecksilbergas ist unsichtbar und geruchlos, zumindestens in der Menge, in der es aus einer Energiesparlampe austreten kann. Eine akute gesundheitsgefährdung besteht aufgrund der enthaltenen Mengen nur bei kleinen Räumen, lt. Wiki <= 20m². Letztendlich entspricht die Verhaltensweise der zu Quecksilberthermometern, is also im Großen und Ganzen nix Neues.

Joa, soviel dazu, wenn noch fragen bestehen: hier bin ich :D