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Bierkasten auf der Suche nach Himmelsbomben

Bierkasten auf der Suche nach Himmelsbomben




Das es eine Bedrohung von Asteroiden/Meteoriten für die Erde gibt ist bekannt.
Das es mittlerweile Anstrengungen gibt diese Objekte frühzeitig zu erkennen auch,
aber das es den Forschern bisher wichtiger war in den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter zu schauen, anstatt auch erdnahe Objekte zu finden, war mir neu.

In der Bremer Außenstelle der DLR wird genau dahingehend geforscht. Die Ingenieure der Concurrent Engeneering Facility arbeiten an einem Satelitten der diese Objekte erkennen und kartografisch erfassen soll. Anders als in den USA wo häufiger mal die Mittel knapp werden, gehen die Bremer anders vor. Sie haben von Vorne herein schon ein schmales Budget und versuchen mit Modulbauweise eine neue Plattform für zukünftige Satelliten zu schaffen. Dieses System nennen manche Bremer liebevoll "Bierkastensystem" da die einzelnen Module einfach aufeinander gestapelt werden und so die verschiedensten Satelliten möglich sind.

Das die Erde schon einige kosmische Treffen abbekommen hat sieht man an den Einschlagkratern rund um unseren Planeten.Das Aufspüren erdnaher Objekte gestaltet sich jedoch schwieriger, das die Sonne diese Objekte gern verschluckt. An Bord des neuen Satelliten wird sich dann ein 25 cm Teleskop befinden, dessen Chip auf minus 80 Grad herunter gekühlt wird. Dies minimiert das Rauschen, das wohl jeder aus digitalen Kameras kennt. Denn nichts anderes ist dieses Teleskop, eine große Digitalkamera die dann 14 GB an Daten pro Tag zur Erde übermitteln soll.
Durch kurze Belichtungszeiten und die Aneinanderreihung von Bildern lassen sich dann die Flugbahnen von Objekten erkennen.
Noch steht noch nicht fest wie und wann genau der neue Satellit in den Orbit gelangen soll. Aber welche Position er einnehmen wird steht wohl schon fest. Er soll sich genau an der Tag-und-Nacht Grenze bewegen, diese spezielle Position wird auch Terminator-Orbit genannt.

Der neue "AsteroidFinder" wird 4 Jahre lang auf Herz und Nieren geprüft werden, von Schütteltest bis hin zu Versuchsreihen unter extremen Bedingungen. Den Neuling wird einiges abverlangt werden, denn er muss sich später unter einer mehr als lebensfeindlichen Umgebung behaupten.
Das erste Jahr der Forschung ist schon vorüber und Ende diesen Jahrs sollen die endgültigen Daten des Satelliten veröffentlicht werden. Sollte dieses Projekt schief gehen wären die Verantwortlichen unter enormem Druck aus Kollegenkreisen und auch der Wirtschaft.
Denn eine Entwicklung dieses neuen Systems ist sicher auch für andere Zweige interessant. Von Forschung bis hin zu Mobilfunkanbietern die damit die Kosten für ihre Satelltien reduzieren könnten.

Die Theorie das das Aussterben der Dinosaurier auf einen Meteoriteneinschlag der nahe Mexico ins Meer einschlug zurückzuführen ist kennt wohl jeder. Das dieser große Treffer aber nicht der einzige ist will der Forscher Giovanni Monegato von der Universität Padua beweisen. Er und seine Kollegen haben einen Krater mit einem Durchmesser zwischen 36 Km und 46 Km in Afrika untersucht. Diesen Krater haben sie mit Hilfe von Satellitenaufnahmen abgeholzter Regenwaldgebiete im Kongo entdeckt.

(Quelle T-Online)