11.11.1918 Das Ende des vergessenen Krieges

Jahrestag: Ende des vergessenen Krieges


Der 11. November ist vielen heute eigentlich nur noch ein Begriff als der Tag, an dem im Rheinland, vor allem in Köln, die Karnevalssession, die fünfte Jahreszeit eröffnet wird. In Köln bringt das regelmäßig exorbitante Besäufnisse hervor. Dafür ist der 11. November vielen ein Begriff.
Was auch sonst? Die großen Feiertage, deutsche Einheit z.B., sind einen Ticken früher, am 9.
November.
Der 11.11. – ein wichtiger Jahrestag?
Ja, aber sicher doch.
Einigen mag es vielleicht nicht entgangen sein, Murdoc und ich bereiten ein neues Großprojekt vor, das thematisch im Rabenfels-Forum bearbeitet und durch Artikel im DGF-Magazin flankiert wird.
Murdoc wird die grafische Unterstützung dabei leisten. Die Auswahl des Themas war mir eine Herzensangelegenheit, da dieses Thema mich ursprünglich vor Jahren für historische Themen begeisterte – und eben auch, weil das Thema in Deutschland so vergessen ist, wie die Tatsache, daß der 11. November tatsächlich ein wichtiger Jahrestag ist.
Am 11. November um 11 Uhr vor 91 Jahren endete der 1. Weltkrieg.

In Deutschland – vergessen
„Nicht noch ein Kriegsthema!“ werden viele stöhnen. Allein schon, weil das Dritte Reich und der 2.
Weltkrieg im Schulunterricht bis zum Erbrechen durchgekaut werden, freilich ohne die den Krieg betreffenden Fakten allzu detailreich auszubreiten. Auch in den Medien gibt es seit Jahren einen
regelrechten Hype um Themen, die sich auf die Nazis und den 2. Weltkrieg beziehen. Das ist natürlich unbestreitbar wichtig, ich würde nicht im Traum fordern, diese Episode unserer Geschichte zu vergessen oder zu schmälern.
Nur stört mich eines: Der 1. Weltkrieg, der ist in Deutschland weitestgehend dem Vergessen anheimgefallen, vor allem wenn man die entsprechenden Beiträge in den Medien mit jenen zum 2. Weltkrieg vergleicht. Dabei wäre es der 11. November zum Beispiel wert zu einem deutlicheren Gedenktag zu erheben. Es gäbe viel zu Gedenken – der Opfer des Krieges, dem Versagen der damaligen Eliten, aber auch der großen Hoffnung, die an diesem Tag viele Menschen vor Freude tanzen ließ.
In unseren Schulen wird der 1. Weltkrieg wenn überhaupt, dann in seiner Entstehung abgehandelt und dort oft sehr Schablonenhaft. Immer dieselben Schablonen: Flottenwettrüsten, Elsaß-Lothringen, koloniale Rivalität und Bündnisverpflichtungen, die zum Krieg führten.
Dann kommt lange nix und das nächste, wo man im Unterricht ansetzt, sind bereits Versailler Vertrag und die Weimarer Republik.
Man könnte den 11. November mal zum Anlaß nehmen, über diese Tellerränder, die nie verlassen werde und zum Vergessen dieses Krieges beigetragen haben, hinauszuschauen.
In anderen Staaten wird an den 1. Weltkrieg durchaus wesentlich intensiver gedacht – bis heute. Allen voran in Frankreich und Großbritannien. Das merkt man schon an der Namensgebung. Wir Deutschen nennen ihn nur den 1. Weltkrieg. Das sagt eigentlich nix aus. Unsere beiden westlichen Nachbarn
nennen ihn deutlich emotionaler: Für die Briten ist er bis heute „the Great War“ und in Frankreich ist es „la Grande Guerre“. Bis heute wird dort der Toten intensiv gedacht. Die Kriegsgräber der Briten und Franzosen sind bis heute gut gepflegt. Entlang der alten Fronten gibt es zahlreiche Gedenkstätten.
Z.B. in Ypern in Belgien oder in Verdun in Frankreich.
Die Erinnerung an den 2. Weltkrieg ist zwar auch wach – aber sie überdeckt nicht so sehr jene an den 1. Weltkrieg wie in Deutschland.
Es ist mir ein Herzensanliegen, den 1. Weltkrieg wieder zu thematisieren – und zwar nicht nur mit seinen Ursachen und dem Vertrag, der ihn beendete, sondern mit allem drum und dran – weil, und das ist z.B. den Briten durchaus bewußt, dieser Krieg die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts war. Passenderweise wurde dieser Begriff auch von einem britischen Historiker geprägt.

Am Anfang war…
Die Urkatastrophe des 20. Jahrhundert? Warum das denn?
Nun, ohne den 1. Weltkrieg wäre das gesamte 20. Jahrhundert danach so nicht denkbar gewesen. Praktisch alles was danach geschah wurde extrem stark, durch jene vier Jahre von 1914 bis 1918 geprägt, in der die erste große weltweite Schlachtorgie stattfand.
Ohne diesen Krieg hätte es Hitler und das Dritte Reich ebenso wenig gegeben wie es Stalin und die Sowjetunion so gegeben hätte. Die Idee einer Weltorganisation wie der UNO wäre nicht aufs Tapet gekommen – der Vorläufer der UNO, der Völkerbund, entstand als Konsequenz aus dem 1. Weltkrieg.
Die USA begannen ihren Weg zum mächtigsten Global Player in diesen 4 Jahren. Der Abstieg der europäischen Kolonialmächte begann in diesen 4 Jahren. Die Waffentechnologie wurde revolutioniert, der Krieg trat in sein industrielles Zeitalter und ausgerechnet die Deutschen schufen den ersten militärisch-industriellen Komplex, als die Oberste Heeresleitung quasi die de facto Regierung dieses Landes wurde und die Industrie in ihre Dienste stellte. Das beste Gegenstück wäre heute der militärisch-industrielle Komplex in den USA. Flugzeuge, Panzer, U-Boote – alles wurde erstmals in ganz großem Maßstab erprobt. Ohne diese Generalprobe wäre der 2. Weltkrieg undenkbar gewesen.
Auch die Keimzelle des Nahostkonflikts wurde damals gelegt, als die Alliierten den Arabern und den Juden gleichzeitig Palästina versprachen – und sich nicht dran hielten.
Die heute osteuropäische Ordnung mit Staaten wie Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn usw. hat ihren Ursprung im 1. Weltkrieg.
Die Veränderungen durch diesen Krieg gingen soweit, daß es Historiker gab, die die eigentliche Wende vom 19. Jahrhundert zum 20. Jahrhundert bei diesem Krieg ansetzen – nicht beim Jahr 1900.
Das allein ist alles Grund genug, um sich mit diesem Krieg, der nun vor 91 Jahren beendet wurde,
näher zu beschäftigen. Mit seinen Ursprüngen – natürlich! Wer die Ursprünge eines Krieges nicht versteht, kann kaum offen, den nächsten zu verhindern. Mit dem Versailler Vertrag, der den
Krieg dann formal beendete – natürlich! Die Fehler, die bei diesem Vertrag gemacht wurden, müssen als Mahnung gesehen werden. Aber auch: Mit dem Krieg selber, seinem Verlauf, seinen Akteuren, den Schlachten, den Toten. Als Mahnung zum einen, aber auch um mehr über den Menschen an sich zu erfahren und über die Gesellschaften. Was zum Beispiel ließ die Soldaten die ganz speziellen Grauen des Stellungskriegs an der Westfront durchhalten? Das, was heute posttraumatisches Streßsyndrom genannt wird, wurde das erste Mal in größerer Zahl im 1. Weltkrieg beschrieben – was läßt einige darunter leiden, andere nicht? Gesellschaftlich interessant ist der Umstand, daß die Frauenemanzipation durch diesen Krieg angekurbelt wurde. Die Männer waren im Krieg, woher die Arbeitskräfte nehmen – genau: Die Frauen mußten ran.
Andere Ereignisse waren schlicht identitätsstiftend für ganze Nationen. Im 1. Weltkrieg standgehalten zu haben war die größte Stunde der französischen Nation überhaupt. Die Australier und Neuseeländer feiern noch heute den ANZAC-Day als Geburtsstunde ihrer Nationen – der ANZAC-Day ist der Tag, an dem zum ersten Mal das Australian-New Zealand Army Corps (ANZAC) auf der Halbinsel Gallipoli an Land gingen, um den Durchbruch nach Konstantinopel (heute: Istanbul) zu erzwingen.

Weltweites Leiden…
Der Krieg entstand einer vom Adel beherrschten Welt. In einer Welt im Umbruch. Und mit einem Begeisterungssturm. Das Datum, wo im Grunde – Hand aufs Herz – alles unumgänglich wurde, war der 28. Juli 1914. An jenem Tag erklärte Österreich-Ungarn den Krieg an Serbien. Die erste Überraschung ist, daß die Bündnissysteme anders als es gerne in der Schule gelehrt wird, nicht automatisch durchschalteten. Vielmehr preschte Deutschland mit weiteren Kriegserklärungen vor. Was berechtigterweise Fragen nach der Ursache aufwirft. Meiner Überzeugung nach ist der Ausbruch des 1. Weltkrieges vor allem durch eines verursacht worden: Angst. Die Mächtigen der beteiligten Staaten hatten 1914 vor allem Angst vor dem jemals anderen. Allen voran die Elite Deutschlands. Schon 1913 diskutierte der deutsche Generalstabschef einen Präventivkrieg, weil er fürchtete, daß ab 1915 die Gegner Deutschlands dieses überwältigen würden. Dies war ein Szenario, vor dem die Mächtigen in Deutschland tatsächlich Angst hatten. Die Briten wiederum zum Beispiel waren beunruhigt durch die Konkurrenz der Deutschen zur See und auf den weltweiten Märkten. Der Einmarsch in Belgien gab einen guten Vorwand für den Kriegseintritt ab.
Andere Ängste kamen innenpolitisch hinzu. Krieg wurde damals noch als probates Mittel verstanden, um von innenpolitischen Problemen abzulenken. Besonders deutlich wird dies bei Deutschland und Russland. In Deutschland sollte der Burgfrieden während des Krieges die Spaltung der Gesellschaft in bürgerliche und sozialdemokratische Kräfte sowie zwischen Protestanten und Katholiken überwinden.
In Russland hoffte man darauf, daß ein erfolgreicher Kriegsverlauf die verschiedenen Völker im riesigen Reich zusammenschweißen und die Zarenherrschaft wieder stärken würde.
Das in beiden Fällen die Rechnung gründlich danebenging ist ein ganz anderes Thema.
Jedenfalls war der Krieg am Ende da und jeder hoffte darauf alte Rechnungen begleichen zu können.
So traten auch dauernd neue Staaten in den Krieg ein, weil sie auf Beute hofften – oder, wie die USA, von einem der Kriegsteilnehmer allzu sehr provoziert wurden.
Der Krieg fraß sich quasi durch die Welt. Wenn in der Schule erzählt wird, der Krieg sei als Weltkrieg bezeichnet worden, weil die USA in ihn eintraten, so ist das schlicht nicht wahr.
Schon vorher hatte sich der Krieg quer über den Globus gefressen. Vor den Falkland-Inseln versenkten die Briten eine deutsche Überseeflotte. In Afrika wurde gleich an mehreren Fronten gekämpft, wobei die deutschen Kolonialtruppen im Osten des Kontinents länger durchhielten als die Heimat. In Ostasien gingen japanische Truppen gegen deutsche Stützpunkte vor.
Im Nahen Osten wurde um den Suez-Kanal und Bagdad gerungen. Persien wurde trotz offizieller Neutralität ein Kriegsschauplatz. Auf der Halbinsel Gallipoli an den Meerengen der Dardanellen erlebten die Australier und Neuseeländer ihre nationale Taufe in Stahl und Blut. Auf dem Balkan kämpften die Völker auf beiden Seiten gegeneinander – für die Serben ging es gleich um die Vorherrschaft in dieser Region. In Südtirol rangen Österreicher und Italiener um die höchsten jemals errichteten Schützengräben und Artilleriestellungen der Geschichte – manche Schützengräben waren in Gletscher gehauen und manche Berge wurden kurzerhand einen Kopf kürzer gesprengt.
U-Boote, Flugzeuge und unterirdische Sprengkammern fügten dem Krieg noch eine dritte Dimension hinzu.
Die großen Fronten aber blieben die West-und die Ostfront. Die Ostfront war für die Deutschen die Front großer Siege wie Tannenberg. Dort wurde der Mythos Hindenburg geboren.
Aber zum Symbol des ganzen Krieges wurde die Westfront. „Im Westen nichts Neues“ spielt genau dort. Der dortige Stellungskrieg über fast vier Jahre hinweg prägt bis heute das Bild vom 1. Weltkrieg.
Hier fielen die Soldaten wie die Fliegen. Bei Verdun, an der Somme und in Flandern wurden einige der brutalsten Schlachten der Geschichte geschlagen. Für Verdun wurde der Begriff der „Blutmühle“ geprägt. Und in Flandern verblutete Ende 1914 quasi die deutsche Jugend. Laut Mythos mit dem Deutschland-Lied auf den Lippen.
Nichts hatte bis dahin so sehr die Sinnlosigkeit des Krieges illustriert wie die Tatsache, daß an der Westfront die Soldaten zu zigtausenden hingemetzelt wurden, ohne eine Frontänderung zu bewirken.
Und doch wurde ausgerechnet hier der Beweis erbracht, daß jene Regierungsform selbst in solchen Zeiten langfristig am besten agieren kann, die sonst für ihre angebliche Schwächlichkeit belächelt wird: Die Demokratie.
Demokratien – das waren im 1. Weltkrieg Frankreich und Großbritannien, schließlich die USA. Es waren die Staaten, in denen die Regierungen per Wahl bestimmt wurden. Deutschland war dagegen trotz des Reichstags eher autokratisch, Österreich-Ungarn, Bulgarien und das Osmanische Reich (die drei anderen Mittelmächte an der Seite Deutschlands) waren sowieso keine Demokratien.
Vier lange Jahre rang man miteinander. Am Ende war das zaristische Russland zusammengebrochen – und die Mittelmächte schafften es bis zum Schluß nicht, ihre Kommandoebenen vernünftig aufeinander abzustimmen. Im letzten Kriegsjahr waren es die oft geschmähten und der Uneinigkeit bezichtigten Demokratien, die das hinbekamen, was der Herausforderung angemessen war: Ein einheitliches Oberkommando für die wichtigsten Fronten, vor allem die Westfront.
Das war aber auch nur möglich, weil eine letzte Lehre dieses Krieges bis heute wahr ist: Egal wie industrialisiert und technisiert ein Krieg ist: Am Ende sind es die menschlichen Akteure, die entscheiden – und entscheidend sind. Damals waren dies auf Seiten der Alliierten einige wenige Männer, die zur richtigen Zeit endlich das Ruder übernahmen. Der US-Präsident Wilson steuerte die Vision der Hoffnung bei; der britische Premier Lloyd George feuerte nochmal das Potential des britischen Empires an; der französische Ministerpräsident Clemenceau war die Seele der französischen Abwehr gegen den letzten deutschen Ansturm. Sein Ausspruch war Programm:
„Ich schlage mich vor Paris. Ich schlage mich in Paris. Ich schlage mich hinter Paris.“
Der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Der militärische Ausdruck dieses Prinzips wurde Ferdinand Foch, der den Krieg als General und Armeekommandeur begann und 1918, quasi beim großen Finale, Marschall und Oberbefehlshaber aller alliierten Truppen wurde. Die streitlustigen Demokratien hatten eine einheitliche Führung und dafür sogar den richtigen Mann. Foch war wahrlich nicht auf den Mund gefallen. Er war schon immer als kantiger Charakter aufgefallen.
Da war er nicht der einzige. Die Alliierten profitierten am Ende des Krieges von gleich mehreren solchen Charakteren in den Führungspositionen.

…das Ende – und die Hoffnung
Foch war es dann auch, der am Ende des Krieges deutschen Delegierten jenen Waffenstillstand vorlegte, der am 11. November 1918 um 11 Uhr den Krieg beendete, der 10 bis 20 Millionen Menschen (je nach Schätzung) das Leben gekostet hatte und zig Millionen verstümmelt hatte.
Zu dem Zeitpunkt war längst auch in Deutschland die Revolution ausgebrochen. Zu den Kriegsfolgen gehörte auch der erste demokratische Staat Deutschlands.
Als die Meldung vom Waffenstillstand um die Welt ging, löste sie vielerorts Freudentaumel aus – so wie vier Jahre und drei Monate zuvor vielerorts der Kriegsausbruch bedenklicherweise mit Freudentaumel quittiert worden war. Der Krieg war vorbei. Er hinterließ zerstörte Landschaften, zahllose Hinterbliebene, desaströse Staatsfinanzen – und Hoffnung.
Es war die Hoffnung, die ein später als naiv gescholtener US-Präsident angeheizt hatte. Das es der letzte Krieg gewesen sein möge. Bereits 1914 gab es die Idee, das dieser Krieg jener zur Beendigung aller Kriege sei. Jetzt wurde sie aufgewärmt. Nach dem Grauen des Großen Krieges schien es unvorstellbar, daß Menschen einen weiteren derartigen Waffengang mitmachen würden.
So eine schöne Idee. Allein dafür sollte man den 11. November als Jahrestag wichtiger nehmen und diesen Krieg nicht vergessen. Für diese Idee.
Und auch dafür, daß sie grausamst scheiterte.
Genauso wie das Kriegsende Hoffnung gebar, gebar es auch Chaos. Russland, Polen, die Trümmer des Osmanischen Reiches und im Innern auch Deutschland wurden von weiteren Waffengängen heimgesucht. Bürgerkriege, Grenzstreitigkeiten und Revolutionen waren die kleinen Kinder des Großen Krieges.
Und letzten Endes wurde ein Friedensvertrag den Besiegten aufgezwungen, der jegliche Hoffnung zunichte machen mußte. Die richtigen Männer für den Sieg im Krieg erwiesen sich nicht als das richtige Personal für die Gewinnung des Friedens. Der Versailler Vertrag wurde zur Steilvorlage für alle revisionistischen Strömungen in Deutschland – allen voran Hitlers NSDAP.
Ironischerweise hätten die Politiker hier auf die Generäle hören sollen. Allein der Kommentar von Marschall Foch zum Versailler Vertrag traf es dermaßen auf den Punkt, wie man es kaum glauben mag:

„Das ist kein Friedensvertrag, sondern ein Waffenstillstand für die nächsten 20 Jahre.“

20 Jahre später brach Hitler den 2. Weltkrieg vom Zaun, wobei er eine im Versailler Vertrag festgelegte Grenzziehung als Vorwand nahm.

So ist der 1. Weltkrieg nicht nur ein Lehrstück für viele Fragestellungen, sondern muß verstanden werden, um alles danach zu verstehen. Und der 11. November wäre der richtige Tag, um eine Erinnerungskultur diesbezüglich aufzubauen, die auch auf die Hoffnung auf Frieden verweist – und wie vergänglich sie ist.

Vieles konnte in diesem Artikel nur angeschnitten werden, kurz erwähnt. In dem derzeit in Vorbereitung befindlichen Projekt sollen viele dieser Fragestellungen und Gedankengänge wesentlich vertieft und ausführlicher behandelt werden. Jeder Zuspruch und jedes Feedback dabei wäre sehr erfreulich. Und meine Hoffnung ist, den Blick für diese Thematik und die Zusammenhänge ein wenig schärfen zu können. Für die Zukunft – denn für diese müssen wir aus der Vergangenheit lernen.


Vielen Dank an Edelweißpirat